buchvorstellung-kulturring_1.jpgAm 5. Mai 2009 um 19 Uhr wird Wolfgang Both sein Buch Rote Blaupausen diesmal auch außerhalb einer Clubveranstaltung vorstellen. Das ganze findet in den Räumen des Kulturbunds statt und jeder ist herzlich eingeladen.

Der Eintritt ist frei.

Beim letzten Clubabend hat Wolfgang bereits bekannt gegeben, dass er keine Lesung aus seinem Buch machen wird, sondern stattdessen über die darin besprochenen Bücher und ihre Entstehungszeit berichten wird. Auch für Clubmitglieder dürfte das interessant werden, denn inzwischen gibt es wieder einige neue Informationen.

Und einen Büchertisch vom Shayol-Verlag wird es auch geben.

Bei unserem Clubabend am 9. April konnten wir erstmals wieder das schöne Wetter genießen und im Garten des Kulturbunds sitzen. Am Abend vor Karfreitag hatten nicht allzu viele Clubmitglieder Zeit, andererseits gab es diesmal auch kein festes Thema. Daher haben wir uns über alle möglichen aktuellen Themen unterhalten, was ja auch mal ganz schön ist.

Unser Clubchef Ralf teilt mit:

Am nächsten Donnerstag findet unser nächster Clubabend statt. Ursprünglich hatte Ralf Lorenz seinen Vortrag zu Philip K. Dick für diesen Tag vorgesehen. Seinem Wunsch folgend wollen wir jedoch seinen Vortrag um einen Monat verschieben. Die Fülle des Materials lässt es doch geraten erscheinen eine größere Vorbereitungszeit einzuplanen.
Sein Vortrag wird also dann am 14. Mai unter folgendem Titel stattfinden: »Gibt es eine Welt außerhalb der Höhle? Zur Kurzprosa von Philip K. Dick«. Ich glaube wir können schon gespannt sein und werden sicher viele Leseanregungen erhalten.

Insofern ist der nächste Donnerstag also ohne Thema, aber sicher gibt es einiges aus der Welt der SF zu berichten:
Hat jemand den Animationsfilm »Monsters vs. Aliens« gesehen? Neuestes Lesefutter? Vielleicht habt Ihr auch schon Ideen zum Himmelfahrtstag am 21. Mai.

Ein zweiter Hinweis:

Am Mittwoch den 8. April startet wieder eine Sonde in die Wissenschaft im Max-Liebermann-Haus am Brandenburger Tor (19.30 Uhr) – Thema »Globale Herausforderungen und Chancen für eine zukunftsfähige Energieversorgung«.

Unter www.schriftsonar.de findet ihr den hervorragende Podcast Schriftsonar. Michael Schneiberg und Stoffel stellen in jeder ihrer Sendungen vier Bücher vor, zumeist Neuerscheinungen. Das Anhören lohnt sich, denn die beiden sind nicht nur äußerst kompetent, sondern obendrein sehr unterhaltsam. Schriftsonar ist der einzige Podcast in deutscher Sprache, der sich ausschließlich mit SF-Literatur beschäftigt.

In der aktuellen Ausgabe geht es um Lichtspur von Chris Moriarty, Terror von Dan Simmons, Necroville von Ian McDonald und Pells Stern von C. J. Cherryh.

Auf dem DortCon haben die beiden eine »Bookspeaker’s Corner« eingerichtet, wo jeder Conbesucher ein Buch empfehlen konnte. Die Ergebnisse werden demnächst veröffentlicht und können dann auf der Homepage angehört werden.

Am Clubabend erzählte Beverly Schnett über das Werk von Iain M. Banks und seinen Kultur-Zyklus. Dabei ging sie vor allem darauf ein, dass es sich bei diesem Zyklus um eine positive Utopie handelt und wie der Autor damit umgeht, damit die Bücher trotzdem spannend sind.

zukunft_telepolis.jpgNeu an den Kiosken ist ein Magazin des Heise-Verlags. Es heißt ZUKUNFT und ist eine einmalige Ausgabe mit Beiträgen über die Zukunft, Wissenschaft und Science Fiction. Eine DVD liegt auch noch bei. Mitgewirkt haben unter anderem Andreas Eschbach, Wolfgang Jeschke, Herbert W. Franke und Marcus Hammerschmitt. Und tolle Illustrationen von Frank R. Paul, der in den 20er und 30er Jahren vor allem für AMAZING gearbeitet hat, gibt es obendrein. Es lohnt sich, schaut mal rein. Weitere Informationen zum Heft gibt es hier.

Am Clubabend erzählte Harun Raffael über die Stammesmythen der Hopi und warum es sich dabei um eine Art der indianischen Science Fiction handelt. Denn nicht jede Überlieferung hat wirklich mythischen Ursprung …

Und wer jetzt nicht weiß, wer die Hopi sind, möge hier draufklicken.

Im Januar eröffneten wir beim Clubtreffen das Jahr der Jubiläen und großen Ereignisse. Zuerst mit einem Abstecher ins Auenland – geführt von Christian Schobeß. Er las Auszüge aus seinem Theaterstück Auenland plus X. Und anschließend erinnerte Wolfgang Both uns an den 200. Geburtstag von Edgar Allan Poe.

poe-2a.jpgZum nächsten Clubtreffen am 8. Januar 2009 wird uns Wolfgang Both etwas über den Altmeister der Kurzgeschichte erzählen, bevor Christian Schobeß mit seiner Lesung beginnt (siehe Terminplan). Wolfgang schrieb dazu: 

Mit seiner letzten Geschichte vom »Hüpffrosch« schrieb Poe sich seine ganze Enttäuschung von der Seele.  Die grausame Rache des kleinen Hofnarren an König und Ministern ist auch eine böse Abrechnung mit seiner ignoranten Umgebung. Die Verkleidung, die der Spaßmacher dem Tyrannen und seinen Hofschranzen verpasst, ist gleichzeitig eine Demaskierung ihres Charakters. Als wilde Affen lässt er sie zu mitternächtlicher Stunde in das Fest am Hofe toben. Ihre Kostüme aus Wachs, Pech und Fasern fangen nur zu leicht Feuer. Das ist seine Vergeltung für all die Demütigungen.
Zu Lebzeiten blieb Edgar Allan Poe weitgehend unbekannt. Zwar kamen seine Werke auch in Europa heraus, aber in seiner Heimat Amerika folgten nur vier Menschen seinem Sarg, als er 1849 verstarb.
Nur 40 Jahre zuvor, am 19. Januar 1809, kam er in Boston zur Welt.
Heute ist sein Werk weltweit bekannt, seine Gedichte, seinen Geschichten, seine Essays und Kritiken waren und sind Vorbild für viele Autoren. Stevenson, Verne, Bierce oder Lovecraft wären ohne ihn kaum denkbar. Er gilt als Vater der modernen Kurzgeschichte, des Horror- wie des Kriminalromans und der SF-Story.

Wenn jeder Autor, der ein Honorar für eine Geschichte erhält, die ihre Entstehung Poe verdankt, den Zehnten für ein Monument des Meisters abgeben müsste, dann ergäbe das eine Pyramide, so hoch wie die von Cheops.
Arthur Conan Doyle

disch-bei-andymon-c-1998-anita-winkler.jpgIm Juli ist Thomas M. Disch gestorben. Vor genau zehn Jahren war der große amerikanische Autor bei unserem Club zu Gast. Das am Clubabend geführte Interview ist in ALIEN CONTACT 33 nachzulesen. In der nächsten Ausgabe des Magazins NOVA wird ein Nachruf von Hardy Kettlitz erscheinen. Hier finden Sie die ungekürzte und bebilderte Version des Nachrufs.


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