Wiederendeckte Schätze der Science Fiction

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Vorankündigung Clubabend 13. Oktober 2022: Zu Gast ist diesmal Autor und Herausgeber Hans Frey, der uns die neue Buchreihe Wiederendeckte Schätze der Science Fiction vorstellt. Die Reihe erscheint beim Hirnkost Verlag und präsentierte zu unrecht in Vergessenheit geratene deuschsprachige Science-Fiction-Romane. Bisher sind vier Bände von Bernhard Kellermann, Albert Daiber, Julius von Voss und Paul Scheerbart erschienen.

Übersetzerin Claudia Rapp erzählt von ihrer Arbeit

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Beim heutigen Clubabend plauderte Übersetzerin Claudia Rapp über ihre Arbeit und die Probleme, die es bei der Übertragung fremdsprachiger Werke ins Deutsche gibt. Claudia Rapp hat bisher Werke aus vielen unterschiedlichen Genres ins Deutsche übertragen: Romance, Action-Romane, Phantastik, Science Fiction, Horror, Klassiker der Pop-Kultur und auch Folgen für die Synchronisation einer Netflix-Serie. Dabei erläuterte sie, wie man sich Spezialwissen zu komplizierten Sachverhalten aneignet oder wie man als Übersetzerin mit englischsprachigen Redewendungen umgeht, für die es im Deutschen keine Entsprechung gibt.

Ihre Übersetzung des Romans Das scharlachrote Evangelium von Clive Barker wurde mit dem Vincent Preis als Bester internationaler Roman ausgezeichnet. Kürzlich erschien im Festa Verlag ihre Übersetzung des mit dem Bram Stoker Award ausgezeichneten Romans Die Rostjungfern von Gwendolyn Kiste.

»Shared Reading«

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Beim heutigen Clubabend hat uns Jörg in die Methode des »Shared Reading« eingeführt. Dabei geht es darum, gemeinschaftlich einen Text zu lesen, zum Beispiel eine Kurzgeschichte, und an bestimmten Stellen des Textes zu unterbrechen, um sich über das Gelesene zu unterhalten und die gehörten Passagen zu diskutieren. Dabei liest einer die entsprechenden Textpassagen laut vor und die anderen Beteiligten haben jeweils eine Kopie des Textes in der Hand, um mitlesen zu können. Ausführliche Informationen zum Shared Reading gibt es hier.

Bei uns handelte es sich heute um die Erzählung »Und jenseits – das Wobb« von Philip K. Dick, seine erste an ein Magazin verkaufte Geschichte. Sie erschien unter dem Titel »Beyond Lies the Wub« erstmals im Juli 1952 im amerikanischen Pulp-Magazin PLANET STORIES. Durch den raffinierten Aufbau der Geschichte und mehrere überraschende Wendungen in der Handlung bietet die Erzählung viel Stoff für Diskussionen und angeregte Unterhaltungen.

Unser herzlicher Dank gilt Jörg für diesen unterhaltsamen und sogar lehrreichen Abend!

Loving the Alien – Außerirdische in der Popmusik

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Mit Wolfgang Both untersuchten wir diesmal Songtexte, die sich mit Außerirdischen beschäftigen. Kommen sie zu uns als Invasoren oder als himmlische Retter? In anderen Songs wird »alien« auch als »unglaublich« oder »außergewöhnlich« interpretiert. Und David Bowie fordert in seinem Song »Loving the Alien« Respekt für alle Andersgläubigen.

Unsere phantastischen Lieblingsbücher, -filme, -serien und -comics

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Nach zwei Jahren Auf und Ab, auch mit viel Zeit zum Lesen, Fernsehen, Streamen und weiteren »Freizeitvergnügen« haben wir uns in gemütlicher Runde über unsere phantastischen Lieblingsbücher, -filme, -serien und -comics der vergangenen zwei Jahre ausgetauscht. Eine Clubmitglieder haben dabei gleich mehrere Titel vorgestellt, wobei nicht alles klare Empfehlungen sind, sondern auch einige Titel kritisch hinterfragt wurden. Gesprochen haben wir über:

Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London (Comicserie, aktuell lieferbar)
Manga-Serie: Mushoku Tensei (aktuell lieferbar)
Ludwig Turek: Die goldene Kugel (Roman, 1949)
Tade Thompson: Rosewater (Roman, aktuell lieferbar)
Snowpiercer (Manga, Spielfilm, Serie)
Heavy Metal (Film)
Fred Saberhagen: »Der lange Weg nach Hause« (Erzählung, 1961, enthalten in der Anthologie Raumschiff ahoi! sowie in Galaxy 1)
Harry Harrison: »Der Endkampf« (Erzählung, 1970, u.a. in der Anthologie Maschinenmenschen)
Aniara (Film; hier die Filmkritik von Dietmar Dath, FAZ)
DEVS (Fernsehserie, derzeit nur auf Disney+)
Andreas Eschbach: Perry Rhodan – Das größte Abenteuer (Roman, aktuell lieferbar)
Max Barry: Logoland (Roman, 2003, hier eine Rezension)
Robert A. Heinlein: Tür in den Sommer (Roman, 1957, aktuell lieferbar als E-Book)
Cixin Liu: Supernova (Roman, aktuell lieferbar)
Cixin Liu: Kugelblitz (Roman, aktuell lieferbar)
P. D. James: Im Land der leeren Häuser (Roman, 1992, hier eine Rezension)
John Ironmenger: Das Jahr des Dugong (Roman, aktuell lieferbar)
Wolfgang Hohlbein: Das Druidentor (Roman, 1993)
George Orwell: 1984 (Roman, 1948, aus aktuellem Anlass)
Joe Hill: Gunpowder (Roman, aktuelle Ausgabe, vergriffen)
P. Djèlí Clark: Ring Shout (Roman, mehrfacher Preisträger, aktuell lieferbar)
Charles Platt: Die Weltenschöpfer, Band 2 (Sachbuch, aktuell lieferbar)
Xavier Dollo & Djibril Morissette-Phan: Die Geschichte der SF (Sachbuch-Comic, aktuell lieferbar)

 

Ist »Plan 9 from Outer Space« der schlechteste SF-Film aller Zeiten? – Teil 2

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Im ersten Teil des Vortrags von Lothar Powitz (Januar 2019) wurden Filme aus den Jahren 1953 bis 2014 vorgestellt, unter anderem Robot Monster (1953), Space Mutiny (1988) sowie die berühmt-berüchtigte Ron-Hubbard-Verfilmung  Battlefield Earth (2000). Im zweiten Teil schließlich trat Lothar den Beweis an, dass es noch weitaus schlechtete Filme als Plan 9 gab, die aber trotzdem einen gewissen Unterhaltungswert haben, darunter ein Film mit Verbindungen zu Ed Wood und ein Film des »Ed Wood von Connecticut«. Diese Filme waren zum größten Teil in Deutschland nie zu sehen – und das wird wohl auch so bleiben.

Mesa of Lost Women (1953) gibt es zum Beispiel auf YouTube zu sehen.

Bei The Creeping Terror (1963) reicht vermutlich auch der Trailer.

Ein ziemlich seltener Film, der zu den besseren schlechten Monsterfilmen gehört, ist The Horror of Party Beach (1964), den es ebenfalls in voller Länge auf YouTube zu bewundern gibt.

Absurd wird es dann in Rise of the Animals (2011), der in der Reihe »Die schlechtesten Filme aller Zeiten« unter dem Titel Rise of the Animals – Mensch vs. Biest auf TELE 5 lief. Diese Fassung gibt es hier zu sehen.

Buchpremiere »Streifzüge« von Angela und Karlheinz Steinmüller

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Im Memoranda Verlag erscheinen mehrere Bände mit den Sachtexten zur Science Fiction von Angela und Karlheinz Steinmüller.  Im ersten Band betrachtet der erste Essay nicht nur »Die Geburt der Science Fiction aus dem Geist des 19. Jahrhunderts«, sondern bietet auch einen Überblick über die genrebestimmenden Merkmale der SF. Damit ist der Rahmen für die folgenden Artikel gespannt, die übergreifende Themen oder das Werk einzelner Autoren, aber auch Kuriosa aus der Geschichte der SF präsentieren; zeitlich reicht der Rahmen von Vorläufern der SF wie den französischen utopischen Voyages Imaginaires bis in die Gegenwart zu Texten über phantastische Alternativen zur DDR-Geschichte.

Die Steinmüllers haben beim Clubabend das neue Buch Streifzüge vorgestellt, Bücher signiert und Fragen der Leser beantwortet.

Hier gibt es einen ausführlichen Bericht von Ralf Steinberg über unseren Clubabend.

Am Tag nach dem Clubtreffen erschien ein sehr langes Interview mit den Steinmüllers auf diezukunft.de, hier nachzulesen.

Optimismus und Overkill

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Hans Frey präsentierte beim Clubabend seine Sachbücher zur Geschichte der deutschen Science Fiction. Im August erschien sein neues Buch Optimismus und Overkill – Deutsche Science Fiction in der jungen Bundesrepublik (1945–1968). Kürzlich wurde Hans Frey für die ersten beiden Bände Fortschritt und Fiasko und Aufbruch in den Abgrund (über die deutsche SF von 1810 bis 1945) mit dem Kurd Laßwitz Sonderpreis ausgezeichnet. Dietmar Dath schrieb in der FAZ: »Es gibt einen Menschen namens Hans Frey, der 2018 die großartige Studie Fortschritt und Fiasko (…) vorgelegt und diese Leistung nun mit einem noch besseren zweiten Band übertroffen hat: Aufbruch in den Abgrund (…). Das zweite Buch zeigt noch deutlicher als das erste, wie kompliziert der Wurzelknoten war, aus dem die Literatur der Zukunft und der Alternativhistorie zu ihrer heutigen Gestalt heranwuchs.«
Weitere Informationen zum neuen Buch gibt es auf der Verlagshomepage.

Rock- und Pop-Musik inspiriert durch SF-Romane

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Zahlreiche SF-Romane – von Utopia über Brave New World bis Neuromancer – haben Rockgruppen und Singer/Songwriter zu eigenen Interpretationen dieser Geschichten inspiriert. Mit Wolfgang Both haben wir uns einige Textbeispiele angesehen und gehört, was sie zu ihren Songs angeregt hat.

Leseerfahrungen

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In kleiner Runde versammelten sich 13 SF-Bücher- und Filmenthusiasten um über ihre Lese- und Filmerlebnisse aktueller und älterer SF zu berichten. Dabei wurde nicht nur gelobt, sondern auch Einwände geäußert. So verschlang eine Leserin in wenigen Tagen den preisgekrönten neuen Eschbach, während ein anderer »irgendwo steckenblieb«. Neben den eher traditionellen Buchvorstellungen wurden auch Mangas (teils DVD-Serien) und Comics vorgestellt. Insgesamt ein abwechslungsreicher Abend, der das ganze Spektrum der heutigen SF (mit Grenzüberschreitungen zur Fantasy) zeigte. Hier einige der vorgestellten Bücher:

Und hier die Mangas/Comic/DVD:

Auch ein vorgestellter interessanter Essay zur künstlichen Intelligenz soll nicht unerwähnt bleiben:

»Das Versprechen der künstlichen Intelligenz« von Roberto Simanowski siehe hier (auch zum Nachhören): https://www.deutschlandfunk.de/die-zukunft-des-menschen-das-versprechen-der-kuenstlichen.1184.de.html?dram:article_id=488967

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