My_Favorite_Martian_Ray_Walston_1963Wie reichhaltig das US-amerikanische Fernsehen an Science-Fiction-Serien in den 60-er Jahren war, konnten die Clubmitglieder am heutigen Abend erfahren. Im zweiten Teil seines Vortrags thematisierte Lothar Powitz diesmal die humoristischen Serien zu Themen wie Aliens, Roboter und Zeitreisen. Dabei gab es auch Ausschnitte zu sehen, die zum Teil echte Raritäten und nicht ohne weiteres zu erwerben sind. Der größte Teil davon ist nie in Deutschland ausgestrahlt worden.

Topper (1953–1955) gehört noch zu den frühen Comedy-Serien aus den 50-er Jahren und basiert auf den Romanen von Thorne Smith, die es auch in deutscher Übersetzung gibt und die bereits 1937 als Spielfilm umgesetzt wurden.

Ebenfalls noch aus den Fünfzigern stammt Johnny Jupiter (1953–1954). Die Außerirdischen in dieser Serie wurden zum Teil mit Handpuppen umgesetzt, wie man hier sehen kann.

In der damals sehr beliebten Comedy-Serie My Favorite Martian (1963–1966) strandet ein Marsianer auf der Erde und kann – ähnlich wie zwanzig Jahre später der beliebte ALF – nicht wieder in seine Heimat zurückkehren. 1999 gab es übrigens einen Spielfilm mit dem Titel Der Onkel vom Mars, der auf der Serie basiert.

Topper
The Jetsons
My Favorite Martian
My Living Doll
It’s About Time
The Second Hundred Years
Captain Nice , das Geheimnis der Blauen Tropfen
Mr. Terrific, Immer wenn er Pillen nahm
The Wild Wild West, verrückter wilder Westen
Mister Ed

Weit bekannter dürfte die Zeichentrickserie Die Jetsons (1962–1963) sein, da sie auch in Deutschland zu sehen war. Hier geht es zwar nicht um Außerirdische, dafür spielt die Serie der Familie Feuerstein-Schöpfer in der Zukunft und präsentiert viele sehr lustige Ideen und Gags. Hier zum Beispiel gibt es ein Video über die erstaunliche Zukunftstechnologie der Jetsons.

Die Roboter-Comedy-Serie My Living Doll (1964–1965) nahm die Idee der Bezaubernden Jeannie vorweg, denn hier lebt eine schöne Roboter-Frau bei einem alleinstehenden Mann, der zwar kein Astronaut ist, aber in einem astronomischen Forschungsinstitut arbeitet.

Auch zwei witzige Zeireiseserien gab es: It’s About Time (1966–1967) war eher albern und wenig erfolgreich, The Second Hundred Years (1967–1968) lief sogar mit einigen Folgen damals im deutschen Fernsehen.

Zwei Comedy-Serien, in denen den Protagonisten mit Hilfe »wissenschaftlicher« Methoden Superkräfte verliehen wurden, entstanden sogar gleichzeitig. Captain Nice (1967 mit 15 Episoden) hieß im deutschen Fernsehen Das Geheimnis der Blauen Tropfen und wurde pro Folge leider stark gekürzt. Die etwas bessere Serie Mr. Terrific (1967 mit 17 Episoden, produziert von Jack Arnold) wurde bereits 1970 unter dem Titel Immer wenn er Pillen nahm im deutschen Fernsehen gezeigt und mehrfach wiederholt.

Eine Ausnahmeserie war The Wild Wild West (1965–1969), die zwar im Wilden Westen spielt, aber viele SF-Elemente enthält. Unter dem Titel Verrückter Wilder Westen gab es einen großen Teil der Serie auch in Deutschland zu sehen. Der Kinofilm Wild Wild West (1999) mit Will Smith in der Hauptrolle ist zwar eine Neuverfilmung der Idee, fängt die Stimmung der Serie aber nur bedingt ein.

Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte die Titel der Serien mal bei Youtube eingeben, dort gibt es so manches zu entdecken. Viel Spaß!

Lost_in_SpaceLothar Powitz erzählte beim heutigen Clubabend über US-amerikanische SF-Fernsehserien der 1960er-Jahre jenseits der allseits Bekannten wie Star Trek und The Twilight Zone. Interessant dabei ist zum Beispiel Lost in Space (1965–1968), die in Deutschland unter dem Titel Verschollen zwischen fremden Welten lief. Die 60er-Jahre waren offenbar ein gutes Jahrzehnt für den SF-Serienproduzenten Irwin Allen, der neben Lost in Space auch die Serien   Land of the Giants (1968–1970), Voyage to the Bottom of the Sea (1964–1968; dt. Die Seaview – In geheimer Mission) und The Time Tunnel (1966–1967; dt. Time Tunnel) produzierte.

Interessant waren aber auch die Ausführungen über The Invaders (1967–1968; dt. Invasion von der Wega) und die nie in Deutschland gezeigte Serie The Outer Limits (1963–1965).

Außerdem hat Lothar die Liste der Writers Guild of America zu den 101 bestgeschriebenen Fernsehserien vorgestellt, die hier zu finden ist. Im nächsten Monat geht es weiter, dann mit humoristischen SF-Fernsehserien der 60er-Jahre. Wir sind gespannt!

Die Hugo Awards – Neue gefährliche Visionen

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DangerousBeim heutigen Clubabend erzählte Hardy Kettlitz ein weiteres Mal über die Gewinner des renommierten Hugo Award. Diesmal ging es um die frühen 1970er-Jahre und um einige gefährliche Visionen. Nicht nur um die großartige Anthologie von Harlan Ellison, sondern auch um Romane und Erzählungen von Philip José Farmer, Ursula K. Le Guin, Fritz Leiber, Theodore Sturgeon, R. A. Lafferty, Robert Silverberg und viele andere. Details dazu sind nachzulesen im Buch Die Hugo Awards 1953–1984.

Vor wenigen Wochen wurde der Hugo Award 2015 verliehen und wir haben über die Gewinner (nachzulesen auf der offiziellen Seite des Hugo) und den gescheiterten Putschversuch der Sad Puppies diskutiert. Ein interessanter Artikel dazu ist zu finden bei Der Standard.

Der Mond in Pop- und Rockmusik

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Full Moon732X520Für den heutigen Clubabend bei sommerlichem Wetter hat Wolfgang Both wieder interessante Informationen über Musikstücke zusammengetragen. Diesmal war das Thema der Mond. Nun gibt es eine ganze Reihe Songs, die tatsächlich die Reise zum Mond thematisieren. Oftmals ist der Mond jedoch in den Songtexten ein Symbol für die romantischen Nachtstunden, die große Liebe oder die Sehnsucht nach der Ferne. Joe Cockers »The Moon is a Harsh Mistress« geht allerdings direkt auf den gleichnamigen Roman von Robert A. Heinlein zurück. »Man in the Moon« von R. E. M. war sogar ein richtiger Hit.

Vielen Dank an Wolfgang für den interessanten Abend!

Die Andymon-Leseempfehlungen

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So_Great!Beim heutigen Clubabend gab es seit längerer Zeit einmal wieder einen Austausch über Leseerfahrungen der letzten Zeit. Jedes Clubmitglied konnte ein Buch empfehlen, das besonders beeindruckt oder besonders Spaß gemacht hat, oder vielleicht auch nur außergewöhnlich spannend war. Das Motto war also »What Makes This Book So Great«, was übrigens auch der Titel eines besonders empfehlenswerten Sachbuchs von Jo Walton ist, die vor  nicht ganz zwei Wochen dafür den LOCUS AWARD als bestes Sachbuch erhalten hat. Hier folgt also die

Andymon-Leseempfehlungsliste

  1. Andreas Brandhorst: Ikarus (2015, Heyne)
  2. Marc Elsberg: BLACKOUT – Morgen ist es zu spät (2013, Blanvalet)
  3. Blake Crouch: Die Wayward-Pines-Trilogie (2013, AmazonCrossing)
  4. Harlan Ellison: Ich muss schreien und habe keinen Mund (Erzählungen, 2014, Heyne)
  5. Jo Walton: What Makes This Book so Great (2014, Tor Books)
  6. Chris Beckett: Die Messias-Maschine (2012, Bastei-Lübbe)
  7. Jasper Fforde: Grau (2012, Eichborn)
  8. Tom Hillenbrandt: Drohnenland (2014, KiWi)
  9. George Orwell: 1984 (diverse Verlage)
  10. Joe Haldeman: Der ewige Krieg (2014, Heyne; Neuübersetzung der vom Autor erweiterten und überarbeiteten Fassung)
  11. Wolfgang Jeschke: Das Cusanus-Spiel (2008, Knaur)

Die Hugo Awards. 2. Teil: 1960 bis 1969

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Kettlitz_Die-Hugo-Awards-1953-1984Am heutige Clubabend stand zum zweiten Mal der wichtigste Preis der Science-Fiction-Szene im Mittelpunkt: Der Hugo Award. Hardy Kettlitz erzählte über die Preisträger und nominierten aus den Jahren 1960 bis 1969. Unter anderem ging es um so wichtige Bücher wie Robert A. Heinleins The Moon is a Harsh Mistress oder Frank Herberts Dune – Der Wüstenplanet, aber auch um Clifford D. Simaks Way Station. Auch Star Trek spielte in den 1960er Jahren eine wesentliche Rolle, ebenso wie die bedeutende Anthologie Dangerous Visions.

Wer sich all die Informationen nicht merken konnte, der hat nun die Möglichkeit, alles noch einmal in Ruhe nachzulesen, denn kürzlich ist das Buch Die Hugo Awards 1953–1984 von Hardy Kettlitz im neu gegründeten Imprint MEMORANDA beim Golkonda Verlag erschienen.

Der heutige Clubabend bot einen Überblick zu den kommerziellen deutschen Hörspielproduktionen der letzten Jahrzehnte. Gemeint sind also Hörspiele, die auf Tonträgern im Handel oder seit wenigen Jahren als Download verkauft werden, nicht die für das öffentlich-rechtliche Radio produzierten Hörspiele. Denn neben den aufwändig mit Gebührengeldern vertonten Werken der großen Autoren wie J. R. R. Tolkien, George Orwell, Philip K. Dick, Tad Williams oder auch Dietmar Dath gibt es vor allem seit den siebziger Jahren zahlreiche Hörspielserien auf Vinyl und Kassette, die überwiegend von deutschen Heftroman- und Serienautoren verfasst wurden.

Beispielhaft hier das Hörspiel Raumschiff UX3 antwortet nicht, das von EUROPA mit Hans Clarin als Sprecher vertrieben wurde. Außerdem ging es um Hörspiele der Serien Commander Perkins, Perry Rhodan und Mark Brandis.

Nachfolgend einige Informationen zu interessanten neueren deutschen Produktionen:

Übersicht der Perry Rhodan-Hörspiele

Takimo – Abenteuer eines Sternreisenden

Das dunkle Meer der Sterne

Ender’s Game – Produktion der Lauscherlounge

Kostenlose Hörspiele auf www.hoerspielprojekt.de

Eine Kuriosität am Rande: In der DDR gab es eine SF-Hörspiel-Schallplatte, die sehr selten ist, da sie von SCHOLA nur für den Schulunterricht produziert wurde, nämlich Ein Raumanzug zuwenig, frei nach der Erzählung »Der seltsame Funkspruch« von Lew Stekolnikow, die 1978 als Heft 378 der Reihe DAS NEUE ABENTEUER erschienen ist.

Der Science-Fiction-Club ANDYMON beim Kulturbund Berlin-Treptow feiert sein 30jähriges Bestehen mit einer PHANTASTISCHEN WOCHE. An jedem Abend in dieser Woche wird es eine Veranstaltung mit Bezug zur Phantastik und Science Fiction geben.

Inzwischen steht das Programm für die PHANTASTISCHE WOCHE fest und ist auch über den Menüpunkt Ü30-CON 2015 oben in der Menüleiste erreichbar.

Die Vorgänger von Edward Bellamy

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Bellamy-Rueckblick_408Beim Clubabend erzählte Wolfgang Both über die Vorgänger von Edward Bellamy und wie der Autor auf die Ideen für sein berühmtes Buch Rückblick aus dem Jahre 2000 kam. Wolfgang Both hat das Buch 2013 im Golkonda Verlag herausgegeben und mit einer umfangreichen Einführung versehen. Looking Backward: 2000-1887, im Original erstmals im Jahr 1887 erschienen, ist die erfolgreichste Utopie des 19. Jahrhunderts und die vielleicht meistgelesene Utopie überhaupt. Dem Buch wurde die Ehre zuteil, von zahllosen Anhängern und Kritikern nachgeahmt zu werden, und es liefert bis heute Zündstoff für Diskussionen darüber, wie eine gerechte Gesellschaft einzurichten sei.

Über die mögliche Einflüsse auf Bellamy schrieb er auch in dem Essay »Edith oder die mörderische Frage, wer bei wem abschrieb«.

Die Hugo Awards 1953–1959

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Hugo-AwardBeim heutigen Clubabend startete Hardy Kettlitz seine neue Vortragsreihe über den wichtigsten Science-Fiction-Preis der Welt, den Hugo Award. Der Preis wurde 1953 erstmals auf der 11. World Science Fiction Convention in Philadelphia vergeben. Ehrengast des Cons im Jahr 1953 war der deutsche Publizist Willy Ley, Präsentator der Preisverleihung war der gekannte SF-Autor Isaac Asimov.

Hardy erzählt bei seinem Vortrag über die Gepflogenheiten und Regeln bei den Verleihungen, über die Preisträger und deren Werke. Schwerpunkt des Vortrags waren die Hugo Awards der 1950er Jahre. Informationen zum Hugo Award gibt es direkt auf der offiziellen Seite www.thehugoawards.org.

Im März wird übrigens das Sachbuch Die Hugo Awards 1953–1984 von Hardy Kettlitz erscheinen. Mehr dazu bald an dieser Stelle …

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