Vorschau Clubabend: »1984« in Film und Fernsehen

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Clubabend am 13. Februar 2020: Beim kommenden Clubabend wird unser Filmspezialist Lothar sich George Orwells Klassiker 1984 widmen. Bekannt sind vor allem die beiden Kinofilme aus den Jahren 1956 und 1984, darüber hinaus gibt es jedoch seit 1953 mehrere weitere Fassung, die für das Fernsehen produziert wurden. Die erste Adaption des Romans in Spielfilmlänge war eine Fernsehfassung der britischen BBC, die 1954 ausgestrahlt wurde. Bereits 1953 lief eine 50-minütige Fassung des US-amerikanischen Fernsehsenders CBS im Rahmen der Serie Westinghouse Studio One. Eine weitere Fernsehfassung lief 1965 in der BBC im Rahmen der Serie Theater 625. Lothar hat darüber viele Details herausgefunden und wird sie uns berichten und vielleicht sogar Ausschnitte zeigen.
Gäste sind übrigens herzliche willkommen! (Eintritt frei.)

»Mein Erstkontakt mit der SF« – SF-Comics der 50er- und 60er-Jahre

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Beim heutigen Clubabend berichtete Jürgen Hahn über seinen Erstkontakt mit der Science Fiction in Comicform, der in sehr jungem Alter stattfand. Sein erstes Heft, das ihn mit dem Science-Fiction-Virus infizierte, war aus der Reihe Nick der Weltraumfahrer. Später dann hat er auch andere Serien gesammelt und gelesen. Doch der Vortrag gab nicht nur einen Überblick zu den Comic-Reihen Fulgor der Weltraumflieger, Raka der Held des Jahres 2000, die Bilderzeitung Titanus, Meteor, Blitz Gordon (die deutsche Variante von Flash Gordon) und die Reihe Illustrierte Klassiker, sondern ging auch auf die Rezeption von Comics und auf Zensur, Verbote und sogar Verbrennungen in den 50er-Jahren ein. Bereits am 19. Mai 1954 wurde in der Bundesrepublik die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften gegründet, die schnell auch bestimmte Comics ins Visier nahm. Nicht nur in den USA gab es in den späten 40er-Jahren durch besorgte Eltern und Pädagogen initiierte Comic-Verbrennungen, sondern auch ein Jahrzehnt später in Deutschland. Jürgen hat dazu mehrere Belege, Augenzeugenberichte und sogar Fotos gefunden. Als Zugabe erzählte er schließlich noch von den SF-Comicreihen des Berliner Zeichners Heinrich Banemann.

Jürgens erstes Heft

Jürgen lieferte uns einen enorm spannenden und informativen Vortrag mit vielen Bildbeispielen über die zum Teil längst vergessenen Anfänge der Comicszene in Deutschland.

ANDYMON-Weihnachtsfeier

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star-487494_640Beim Dezember-Clubabend gab es wieder die traditionelle Andymon-Weihnachtsfeier. Sabine schrieb darüber auf Facebook: »Das war die 34. Weihnachtsfeier unseres Clubs – auf dass noch viele folgen mögen! Eine sehr leckere Tradition wurde auch dieses Jahr fortgesetzt – der Anschnitt des selbst gebackenen Stollens von Clubchef Ralf! Dazu gab’s Salate, Würstchen, Kekse und viel Glühwein und noch viel mehr nette Gespräche. Bernhard verlas eine Weihnachtsgeschichte, wie sie sich jedes Jahr tatsächlich in Berlin zutragen könnte. Wir freuten uns über die Jahresgabe 2019. Und wir haben uns wie gewohnt an diesem Abend gemeinsam Gedanken über die Themen der Clubabende im kommenden Jahr 2020 gemacht. Dabei fiel mir auf, wie nett der Umgang untereinander sein kann, jeder lässt jeden ausreden, jeder nimmt Rücksicht auf den anderen, wenn es um Terminfindung geht. So ist es nicht überall … Auf in ein neues Jahr 2020!«

Filk meets Andymon

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boy-2844558_1920Beim heutigen Clubabend gab es den Intergalaktischen Song Contest!

Und das kam so:

Zunächst hielt Volker Tanger einen Vortrag über Ursprung, Sinn und Geschichte des Filk. Doch gerade, als er zur Historie der Filkerei ausholen wollte, hackten sich drei Außerirdische in den Laptop und Beamer im Clubraum und teilten mit, dass die vogonische Flotte demnächst die Erde sprengen wird. Es sei denn, die Menschheit beteiligt sich am Intergalaktischen Song Contest (eine Dokumentation dieses Wettbewerbs lässt sich nachlesen in Space Opera von Catherynne M. Valente). Was dazu führte, dass rund ein Dutzend Clubmitglieder ein Lied nach dem anderen anstimmten. Seltsamerweise hatten viele ihre Instrumente dabei, und so gab es originelle Textvarianten bekannterer und unbekannterer Melodien, die von Komponisten wie Paul McCartney über David Bowie bis Kurt Weill reichten. Und so wurde schließlich heute Abend die Erde gerettet. Ihr habt es nur nicht alle mitbekommen, weil ihr nicht bei unserem Clubabend zu Gast wart.

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Ganz herzlicher Dank an Sabine, Kirstin, Volker, Johannes, Maria, Bernhard, Barbara, Christian, Gudrun und Jürgen! Ihr habt uns einen tollen Abend beschert.

H. G. Wells und die Erfindung der Zeitmaschine

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TimemachinebookFür den heutigen Clubabend hatte sich Harun Raffael den klassischen Science-Fiction-Autor Herbert George Wells vorgenommen. Doch der kurze Veranstaltungstitel »H. G. Wells und die Erfindung der Zeitmaschine« ließ keinesfalls darauf schließen, welch opulenter Vortrag die Clubmitglieder erwartete. Zunächst ging es nämlich ausführlich, aber pointiert um die Kindheit und Jugend von Wells sowie dessen schriftstellerische Anfänge. Im Alter von 28 Jahren schrieb Wells schließlich den Roman, der ihn weltbekannt machen sollte, The Time Machine. Wir erfuhren nicht nur Details über den Inhalt des Buches, sondern auch über Wells’ Vorarbeiten dazu und die Einzelheiten zur Publikation. Obendrein hatte Harun auch einige Informationen über literarische Fortsetzungen von Die Zeitmaschine parat.

Weitere Vorträge über Wells werden folgen, denn Harun beschäftigt sich mit dem Gesamtwerk des Autors und bereitet ein Sachbuch über den Vater der modernen Science Fiction vor.

Orwell in der islamischen Welt

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Beim heutigen Clubabend berichtete Beverly Bartling über die Rezeption einer der bedeutendsten Dystopien des vergangenen Jahrhunderts: 1984 von George Orwell. Das Thema wurde anhand der Autoren George Orwell, Boualem Sansal und Rana Ahmad beleuchtet, die drei aufeinanderfolgenden Generationen angehören und für drei verschiedene Sichtweisen stehen.

Sputnik-Schock – Sputnik-Rock

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jerry_engler_and_the_four_ekkos-sputnikAngeblich löste der Start des ersten Sputnik einen Schock in den USA aus. Was er aber in jedem Falle auslöste war eine kreative Welle in der Rock- und Popmusik. Zahlreiche neue Musiktitel und -label widmeten sich diesem Ereignis. Wir haben also eine Zeitreise in das Jahr 1957 gemacht, als die Weltraumfahrt von der Science Fiction zur Realität wurde. Wolfgang Both führte mit Beispielen und Texten durch den Abend.

Hier noch ein Beispiel:

James Tiptree Jr. – Zwischen Entfremdung, Liebe und Tod

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Tiptree_3dBeim Clubabend hatten wir den Autor der neuesten SF PERSONALITY-Ausgabe zu Gast: Hans Frey. Er ist bereits ein »guter alter Bekannter« beim Club, denn er hat schon in den vergangenen Jahren zu unterschiedlichen Themen bei uns vorgetragen. Diesmal ging es um James Tiptree Jr., deren Person und Werk er ausführlich untersucht hat. Unterstützt durch zahlreiche Fotos und Abbildungen berichtete Hans zunächst über das interessante und wechselvolle Leben von Alice B. Sheldon, die erst im reifen Alter ernsthaft mit dem Schreiben begann und sich das männliche Pseudonym James Tiptree Jr. zulegte. Im zweiten Teil des Vortrags ging es dann um das Werk, das aus nur wenigen Romanen, aber sehr vielen Kurzgeschichten und Novellen besteht. Tiptree hat bis heute merkliche Spuren in der SF-Literatur hinterlassen und dabei mitgeholfen, das Genre auf ein höheres literarisches Niveau zu heben.

Im Septime Verlag ist eine inzwischen abgeschlossene Gesamtausgabe von Tiptrees Werken erschienen. Eine Übersicht gibt es hier.

Mehr Informationen zu Hans Freys Buch sind auf der MEMORANDA-Homepage zu finden.

Leseerfahrungen der Clubmitglieder

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Nach längerer Zeit gab es wieder einen Clubabend, an dem sich die Andymon-Mitglieder gegenseitig aus unterschiedlichen Gründen interessante Bücher vorstellen, die sie im vergangenen Jahr gelesen haben. Dabei sind sowohl ältere Werke als auch Neuerscheinungen bzw. Neuveröffentlichungen von Klassikern des Genres. Die nachfolgende Liste stellt weder ein Ranking noch eine bestimmte Reihenfolge dar, sondern ist lediglich eine Auflistung der ausführlicher vorgestellten Titel. In Klammern ist jeweils das Jahr der originalen Erstveröffentlichung sowie der Name des deutschen Verlags angegeben, in dem das Buch zuletzt erschienen ist. Hinter den Links verbergen sich weiterführende Informationen bzw. die Seiten der Verlage zu den entsprechenden Büchern.

  1. Adam Sternbergh: Spademan und Feindesland (2014 & 2015, Heyne)
  2. Jeff VanderMeer: Auslöschung (2014, Kunstmann)
  3. Andy Weir: Artemis (2017, Heyne)
  4. Otto Hoffmann: Die fremde Welt (1913, synergen)
  5. John Lanchester: Die Mauer (2019, Klett-Cotta)
  6. Stephen King: Es (1988, Heyne)
  7. Angela und Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge (2019, Memoranda)
  8. Tim Lebbon: The Silence (2015, Buchheim)
  9. Allen Steele: Die Rache von Captain Future (2017, Golkonda)
  10. Matt Haig: Ich und die Menschen (2013, dtv)
  11. William Hope Hodgson: Das Haus an der Grenze (1908, Festa) und Das Nachtland (1912, Bastei)
  12. Adrian Tchaikovsky: Die Kinder der Zeit (2015, Heyne)
  13. Becky Chambers: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (2015, FISCHER Tor)
  14. Becky Chambers: Zwischen zwei Sternen (2016, FISCHER Tor)
  15. Becky Chambers: Unter uns die Nacht (2018, FISCHER Tor)
  16. Jaroslav Kalfar: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt (2017, Klett-Cotta)
  17. Paul Gurk: Berlin (1925, Arco)
  18. Dmitry Glukhovsky: Text (2018, Europa)
  19. China Miéville: Die letzten Tage von Neu-Paris (2016, Golkonda)

Angela & Karlheinz Steinmüller stellten ihren neuen Erzählungsband »Sphärenklänge« vor

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Sphaerenklaenge_3dBeim heutigen Clubabend stellen Angela und Karlheinz Steinmüller ihren soeben bei MEMORANDA erschienenen Erzählungsband Sphärenklänge vor. Darin geht es um Geschichten von der Relativistischen Flotte und man erfährt jede Menge Neues über das Steinmüller-Universum. Bei acht der zwölf Geschichten handelt es sich übrigens um Erstveröffentlichungen.

In der »Chronologie der Relativistischen Flotte« gibt es erstmals einen Überblick zur »Future History« der Steinmüllers und es werden die zeitlichen Zusammenhänge von Andymon, Spera, dem Traummeister und Pulaster erläutert.

Nach einer kurzen Lesung erläuterte Karlheinz Steinmüller, wie es überhaupt zur Entstehung des Steinmüller-Universums gekommen ist, wie die Autoren im Laufe der Zeit Zusammenhänge hergestellt haben und welche gravierenden Probleme es dabei gab. Denn die Steinmüllers sind sehr darauf bedacht, dass es in ihren Geschichten und Romanen nicht nur interessante neue Ideen und eine spannende Handlung gibt, sondern dass die physikalischen Zusammenhänge stimmig sind und funktionieren.

Im Anschluss gab es eine interessante Diskussion, an der sich auch Überraschungsgast und Herausgeber der Steinmüller-Bücher Erik Simon rege beteiligte. Der Clubabend war diesmal so gut besucht, dass die Sitzplätze knapp wurden. Unser herzlicher Dank an Angela und Karlheinz für diesen sehr gelungenen Abend!

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