Gernsback-Ausstellung in Karlsruhe

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Das Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe zeigt vom 20. Juli bis 27. Oktober 2013 die Sonderausstellung »Die Gernsback-Prophezeiung – Father of Science Fiction«. Dabei geht es um das gesamte Schaffen Gernsbacks, also nicht nur um die von ihm herausgegebenen SF-Magazine wie AMAZING STORIES, sondern vor allem auch um seine Arbeiten und Zeitschriften im Bereich der technischen Erfindungen. Einen Artikel zur Ausstellung gibt es hier beim SPIEGEL.

Ray Bradbury – das Spätwerk

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Ray_Bradbury_(1975)_Im dritten und abschließenden Teil des Vortragsmarathon über Ray Bradbury erzählte Hardy Kettlitz über das Spätwerk (1970 bis 2012) des im letzten Jahr verstorbenen Autors. Mit insgesamt rund acht Stunden, verteilt auf drei Clubabende, war dies wohl der längste Vortrag in der Geschichte unseres SF-Clubs. Dabei konnte der Vortragende gar nicht auf alle Aspekte von Bradburys Schaffen eingehen, denn in seiner jahrzehntelangen Autorenkarriere hat Bradbury so viele Erzählungen, Romane, Drehbücher, Gedichte und Theaterstücke geschaffen, dass man sie noch nicht einmal alle erwähnen konnte. Im zweiten Teil des Clubabends ging es dann um die Spielfilme und Fernsehserien, die auf Bradburys Erzählungen basieren bzw. für die er Drehbücher geschrieben hat, so zum Beispiel einzelne Folgen aus »Alfred Hitchcock präsentiert«, den Truffaut-Film »Fahrenheit 451«, die internationale Koproduktion »A Sound of Thunder« und natürlich auch um die Serie »The Ray Bradbury Theater«.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war der überraschende Auftritt von Bernhard Kempen, der eine deutsche Version von Rachel Blooms Hugo-nominiertem Song »Fuck Me, Ray Bradbury« mit Gitarrenbegleitung sang.

Leipzig1Am 15. Juni machten sich mehrere Clubmitglieder auf den Weg nach Leipzig, um die Sonderausstellung „Science Fiction in Deutschland“ zu besuchen. Diese Ausstellung war zuvor ein halbes Jahr im Bonner „Haus der Geschichte“ gezeigt worden und ist nun bis Mitte Januar 2014 im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig direkt neben dem historischen Auerbachs Keller zu besichtigen.

Im Vorfeld der Ausstellung hatte es durch die Kuratoren mehrere Anfragen an den Klub mit der Bitte um die Bereitstellung von Material aus dem ostdeutschen Fandom gegeben. Die Ausstellung zeigte dann aber, dass aufgrund des beschränkten Raumes dem Fandom aus Ost und West nur wenig Platz gegeben werden konnte.

Am Eingang grüßte Alien (was hat die Figur mit der deutschen SF zu tun?), der Rundgang begann mit Kurd Laßwitz, dem „Luftpiraten“, dem Verein für Raumschiffahrt und „Metropolis“ (warum „Metropolis“ und nicht „Frau im Mond“?). Nach dem Krieg dominierten die US-SF-Filme und -Heftchen das Angebot auf dem westdeutschen Markt. Der Gründung des SFCD wurde eine Ecke eingeräumt. Deutsche Produktionen, wie “Der schweigende Stern“ oder „Raumpatrouille Orion“ konnten durch zahlreiche Dokumente und Filmausschnitte illustriert werden.

Ob eine Küchenmaschine namens „Komet“ die Begeisterung für das Raumfahrtzeitalter belegt, überlasse ich den Ausstellungsmachern. Immerhin bekamen der Stanislaw-Lem-Klub und ANDYMON eigene Schaukästen mit Devotionalien. Über die Zerschlagung des SLK konnte man sich anhand von Dokumenten informieren. Nach „Signale“ und „Eolomea“ übernahm dann Hollywood die Regie. Poster, Filmausschnitte und Merchandising-Material dominierten den letzten Teil der Ausstellung über SF in Deutschland. Gemeinsam mit dem Leipziger Freunden vom FKSFL hinterließen wir eine entsprechende Anmerkung im Gästebuch. Dann ging es gemeinsam mit der Straßenbahn nach Meusdorf, wo schon die Freunde aus Halle und Leipzig mit vorgeheiztem Grill auf uns warteten. [W. Both]