Die Hugo Awards – Neue gefährliche Visionen

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DangerousBeim heutigen Clubabend erzählte Hardy Kettlitz ein weiteres Mal über die Gewinner des renommierten Hugo Award. Diesmal ging es um die frühen 1970er-Jahre und um einige gefährliche Visionen. Nicht nur um die großartige Anthologie von Harlan Ellison, sondern auch um Romane und Erzählungen von Philip José Farmer, Ursula K. Le Guin, Fritz Leiber, Theodore Sturgeon, R. A. Lafferty, Robert Silverberg und viele andere. Details dazu sind nachzulesen im Buch Die Hugo Awards 1953–1984.

Vor wenigen Wochen wurde der Hugo Award 2015 verliehen und wir haben über die Gewinner (nachzulesen auf der offiziellen Seite des Hugo) und den gescheiterten Putschversuch der Sad Puppies diskutiert. Ein interessanter Artikel dazu ist zu finden bei Der Standard.

Sep02_01Am 01. September 2015 hatte eine Performance nach Motiven des dystopischen Romans TUZUB 37 von Paul Gurk (1935) seine Uraufführung im Acker Stadt Palast, Berlin. Die Gruppe Mensch Mensch Mensch kombinierte beklemmende Videosequenzen aus langen Tunnelfahrten, einer verdorrten Erde und der sich verdunkelnden Luft mit bis an die Schmerzgrenze gehenden elektronischen Klangmustern, denen teilweise ein grummeldes Dröhnen wie in Bergmanns Schlangenei unterlegt war. Kamen die Menschen, Maschinenmenschen, die »Grauen«, in den Bildern nicht vor, so wurden sie durch den Sprecher eingebracht, der Passagen aus dem Roman vortrug, die die »Schöne Neue Welt« noch als Paradies erscheinen ließen: den Wesen sind keine eigenen Gedanken erlaubt, eigentlich überhaupt keine Gedanken. Die Erde wird abgetragen, der Ozean verlandet. Die planmäßige Gleichmacherei erreicht nicht nur die Grauen, auch die Erde selbst. [WB]