ASWAm 16. November ab 10 Uhr veranstaltet die Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin das diesjährige Raumfahrthistorische Kolloquium in der Archenhold Sternwarte Berlin-Treptow. Neben Vorträgen über den Briefwechsel zwischen Hermann Oberth und Johannes Winkler oder einen Rückblick auf den Erststart der europäischen Ariane-Trägerrakete gibt es auch einen Vortrag über Max Valier als Science-Fiction-Autor von Dr. Marie-Luise Heuser. Unser Clubmitglied Wolfgang Both wird zum Verhältnis Oberth-Nebel vortragen, zum 125. Geburtstag der beiden Raketenpioniere. Hier das vollständige Programm. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Leibniz-Sozietät.

Vorschau: Filk meets Andymon

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boy-2844558_1920Vorschau Clubabend am 14.11..: Intergalaktischer Song Contest 2019. Das Schicksal der Erde entscheidet sich heute Abend! Andymoner, filkt um euer Leben!

Die Zuhörer erwartet eine musikalische Reise durch die Welt der SF und ihrer Fans. Ein Abend nach einer Idee von Sabine Wohnig, mit den Ehrengästen Kirstin und Volker Tanger, Bernhard Kempen an der Gitarre und Johannes Gall am Klavier. Besucher dürfen nicht singen, mitsingen ist ausdrücklich verboten. :-)

Der Eintritt ist frei. Gäste sind sehr herzlich willkommen.

Thomas Franke über Herbert W. Franke

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grueneKometDer Schauspieler, Grafiker und Buchgestalter Thomas Franke besuchte uns zu zwei Terminen und  präsentierte in Erlebnisberichten und Lesungen einige Erzählungen aus der Werkausgabe eines der wichtigsten deutschsprachigen Science-Fiction-Autoren: Herbert W. Franke. Diese Werkausgabe wird 30 Bände umfassen, ist chronologisch aufgebaut und erscheint beim Verlag p.machinery.

Thomas Franke gestaltet die Titelbilder dieser Ausgabe und gab uns Auskunft über die Entstehung der Collagen und der Buchumschläge, seine Inspirationen und seine Arbeitsweise. Außerdem erzählte er von seinem früheren Schaffen und die Probleme, die er in der DDR mit den Verlagen hatte.

Zahlreiche Bilder und Buchgestaltungen von Thomas Franke sind auf Flickr zu sehen.

H. G. Wells und die Erfindung der Zeitmaschine

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TimemachinebookFür den heutigen Clubabend hatte sich Harun Raffael den klassischen Science-Fiction-Autor Herbert George Wells vorgenommen. Doch der kurze Veranstaltungstitel »H. G. Wells und die Erfindung der Zeitmaschine« ließ keinesfalls darauf schließen, welch opulenter Vortrag die Clubmitglieder erwartete. Zunächst ging es nämlich ausführlich, aber pointiert um die Kindheit und Jugend von Wells sowie dessen schriftstellerische Anfänge. Im Alter von 28 Jahren schrieb Wells schließlich den Roman, der ihn weltbekannt machen sollte, The Time Machine. Wir erfuhren nicht nur Details über den Inhalt des Buches, sondern auch über Wells’ Vorarbeiten dazu und die Einzelheiten zur Publikation. Obendrein hatte Harun auch einige Informationen über literarische Fortsetzungen von Die Zeitmaschine parat.

Weitere Vorträge über Wells werden folgen, denn Harun beschäftigt sich mit dem Gesamtwerk des Autors und bereitet ein Sachbuch über den Vater der modernen Science Fiction vor.

»70 Jahre DDR«: Auch 30 Jahre nach ihrem Untergang lebt die DDR in der Literatur (und in einigen Köpfen) fort. Unser Klubmitglied Dr. Karlheinz Steinmüller wirft einen Blick in die Romane und betrachtet ihren Kontext zwischen Fiktion und Utopie. Er referiert am 3. September 2019, 19.00 h beim Verein “Helle-Panke” der Rosa-Luxemburg-Stiftung. (2,- €). https://www.helle-panke.de/de/topic/3.termine.html?id=2788

Orwell in der islamischen Welt

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Beim heutigen Clubabend berichtete Beverly Bartling über die Rezeption einer der bedeutendsten Dystopien des vergangenen Jahrhunderts: 1984 von George Orwell. Das Thema wurde anhand der Autoren George Orwell, Boualem Sansal und Rana Ahmad beleuchtet, die drei aufeinanderfolgenden Generationen angehören und für drei verschiedene Sichtweisen stehen.

Sputnik-Schock – Sputnik-Rock

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jerry_engler_and_the_four_ekkos-sputnikAngeblich löste der Start des ersten Sputnik einen Schock in den USA aus. Was er aber in jedem Falle auslöste war eine kreative Welle in der Rock- und Popmusik. Zahlreiche neue Musiktitel und -label widmeten sich diesem Ereignis. Wir haben also eine Zeitreise in das Jahr 1957 gemacht, als die Weltraumfahrt von der Science Fiction zur Realität wurde. Wolfgang Both führte mit Beispielen und Texten durch den Abend.

Hier noch ein Beispiel:

Tiptree_3dBeim Clubabend hatten wir den Autor der neuesten SF PERSONALITY-Ausgabe zu Gast: Hans Frey. Er ist bereits ein »guter alter Bekannter« beim Club, denn er hat schon in den vergangenen Jahren zu unterschiedlichen Themen bei uns vorgetragen. Diesmal ging es um James Tiptree Jr., deren Person und Werk er ausführlich untersucht hat. Unterstützt durch zahlreiche Fotos und Abbildungen berichtete Hans zunächst über das interessante und wechselvolle Leben von Alice B. Sheldon, die erst im reifen Alter ernsthaft mit dem Schreiben begann und sich das männliche Pseudonym James Tiptree Jr. zulegte. Im zweiten Teil des Vortrags ging es dann um das Werk, das aus nur wenigen Romanen, aber sehr vielen Kurzgeschichten und Novellen besteht. Tiptree hat bis heute merkliche Spuren in der SF-Literatur hinterlassen und dabei mitgeholfen, das Genre auf ein höheres literarisches Niveau zu heben.

Im Septime Verlag ist eine inzwischen abgeschlossene Gesamtausgabe von Tiptrees Werken erschienen. Eine Übersicht gibt es hier.

Mehr Informationen zu Hans Freys Buch sind auf der MEMORANDA-Homepage zu finden.

Leseerfahrungen der Clubmitglieder

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Nach längerer Zeit gab es wieder einen Clubabend, an dem sich die Andymon-Mitglieder gegenseitig aus unterschiedlichen Gründen interessante Bücher vorstellen, die sie im vergangenen Jahr gelesen haben. Dabei sind sowohl ältere Werke als auch Neuerscheinungen bzw. Neuveröffentlichungen von Klassikern des Genres. Die nachfolgende Liste stellt weder ein Ranking noch eine bestimmte Reihenfolge dar, sondern ist lediglich eine Auflistung der ausführlicher vorgestellten Titel. In Klammern ist jeweils das Jahr der originalen Erstveröffentlichung sowie der Name des deutschen Verlags angegeben, in dem das Buch zuletzt erschienen ist. Hinter den Links verbergen sich weiterführende Informationen bzw. die Seiten der Verlage zu den entsprechenden Büchern.

  1. Adam Sternbergh: Spademan und Feindesland (2014 & 2015, Heyne)
  2. Jeff VanderMeer: Auslöschung (2014, Kunstmann)
  3. Andy Weir: Artemis (2017, Heyne)
  4. Otto Hoffmann: Die fremde Welt (1913, synergen)
  5. John Lanchester: Die Mauer (2019, Klett-Cotta)
  6. Stephen King: Es (1988, Heyne)
  7. Angela und Karlheinz Steinmüller: Sphärenklänge (2019, Memoranda)
  8. Tim Lebbon: The Silence (2015, Buchheim)
  9. Allen Steele: Die Rache von Captain Future (2017, Golkonda)
  10. Matt Haig: Ich und die Menschen (2013, dtv)
  11. William Hope Hodgson: Das Haus an der Grenze (1908, Festa) und Das Nachtland (1912, Bastei)
  12. Adrian Tchaikovsky: Die Kinder der Zeit (2015, Heyne)
  13. Becky Chambers: Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten (2015, FISCHER Tor)
  14. Becky Chambers: Zwischen zwei Sternen (2016, FISCHER Tor)
  15. Becky Chambers: Unter uns die Nacht (2018, FISCHER Tor)
  16. Jaroslav Kalfar: Eine kurze Geschichte der böhmischen Raumfahrt (2017, Klett-Cotta)
  17. Paul Gurk: Berlin (1925, Arco)
  18. Dmitry Glukhovsky: Text (2018, Europa)
  19. China Miéville: Die letzten Tage von Neu-Paris (2016, Golkonda)

Sphaerenklaenge_3dBeim heutigen Clubabend stellen Angela und Karlheinz Steinmüller ihren soeben bei MEMORANDA erschienenen Erzählungsband Sphärenklänge vor. Darin geht es um Geschichten von der Relativistischen Flotte und man erfährt jede Menge Neues über das Steinmüller-Universum. Bei acht der zwölf Geschichten handelt es sich übrigens um Erstveröffentlichungen.

In der »Chronologie der Relativistischen Flotte« gibt es erstmals einen Überblick zur »Future History« der Steinmüllers und es werden die zeitlichen Zusammenhänge von Andymon, Spera, dem Traummeister und Pulaster erläutert.

Nach einer kurzen Lesung erläuterte Karlheinz Steinmüller, wie es überhaupt zur Entstehung des Steinmüller-Universums gekommen ist, wie die Autoren im Laufe der Zeit Zusammenhänge hergestellt haben und welche gravierenden Probleme es dabei gab. Denn die Steinmüllers sind sehr darauf bedacht, dass es in ihren Geschichten und Romanen nicht nur interessante neue Ideen und eine spannende Handlung gibt, sondern dass die physikalischen Zusammenhänge stimmig sind und funktionieren.

Im Anschluss gab es eine interessante Diskussion, an der sich auch Überraschungsgast und Herausgeber der Steinmüller-Bücher Erik Simon rege beteiligte. Der Clubabend war diesmal so gut besucht, dass die Sitzplätze knapp wurden. Unser herzlicher Dank an Angela und Karlheinz für diesen sehr gelungenen Abend!


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