Harry Harrison – Weltenbummler und Witzbold

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Harry Harrison (1925–2012) war Weltenbummler, Schriftsteller, Comiczeichner, Herausgeber, Esperantist und Witzbold. In den fünfzig Jahren seiner aktiven Karriere als Autor schuf er zahlreiche Klassiker der Science-Fiction-Literatur, darunter Make Room! Make Room! (verfilmt als Soylent Green) und die Serie von Romanen über Jim diGriz, die Edelstahlratte. Im September erscheint die neue Ausgabe der Buchreihe SF PERSONALITY, in der sich die Autoren Hardy Kettlitz und Christian Hoffmann ganz dem Werk Harry Harrisons widmen. Am Clubabend erzählte Hardy über Harrisons Geschichten und Anekdoten aus dessen Leben. 

Die Bücher im Herbst bei Memoranda

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Gestern hat der Memoranda Verlag sein Herbstprogramm bekannt gegeben. Im September und Oktober gibt es ein Sachbuch über Harry Harrison, einen ganz neuen Band mit Erzählungen von Angela und Karlheinz Steinmüller (Erstveröffentlichung), den zweiten Band der besten Erzählungen von Michael Marrak sowie den verrückten Roman »Free Zone« von Charles Platt. Mehr Infos dazu unter www.memoranda.eu.

Die Schatten von Copyworld

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Michael Szameit (1950–2014) galt laut einer Umfrage des Fanzines tranSFer (1990) als einer der beliebtesten Autoren in der Fanszene der Science Fiction der DDR.

Im Mittelpunkt des Vortrags von Christian Schobeß standen die Romane Copyworld und Drachenkreuzer Ikaros. Zunächst unterzog Schobeß den späten Roman Copyworld einer genaueren Betrachtung. Es folgte Drachenkreuzer Ikaros. Gerade diese beiden Werke besitzen aus Sicht des Referenten eine zeitlose Relevanz und zeigen Aspekte auf, die nicht nur für die gegenwärtige Entwicklung eine wichtige Bedeutung haben.

Science Fiction — Science Fact. SF in Rock- und Popmusik.

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Nach der Pause ging es mit unserem Clubabend weiter. Wolfgang Both hat uns einen musikalischen Abend präsentieren, diesmal zum Thema »Science Fiction — Science Fact. SF in Rock- und Popmusik«.

In diesem Titel analysiert US-Punkband Star Spangles ein Liebesverhältnis. Sie fragt sich, was wahr ist an den Schwüren, was nur gespielt – was ist fiction, was ist fact? In fast allen Songs, deren Texte wir betrachtet haben, wurde der Begriff »Science Fiction« für etwas Unwirkliches, Scheinbares oder Vorgebliches verwendet. Bei Rappern und Punks ging es auch schon mal um den Reim auf »fiction«. Im Vortrag wurde betrachtet, ob das Potenzial von SF wirklich genutzt wird oder ob SF nur Attitüde, ein buzz word ist.

Aufgrund der aktuellen Abstandsregeln fand das Clubtreffen im Garten des Kulturbunds statt.

Andymon pausiert

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Bis auf Weiteres entfallen unsere Clubtreffen. Der Vortrag von Hans Frey, der für den 14. Mai geplant war, wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Wir freuen uns schon darauf, wenn wir uns alle wieder in entspannter Atmosphäre treffen können. Interessenten am Club Andymon können sich gern per E-Mail melden. Die Kontaktdaten sind im Impressum zu finden.

Der Sputnik in der amerikanischen Alltagskultur

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Die Form des Sputnik hielt Einzug in zahlreiche Bereiche des Alltags, wie Möbel, Spielzeug oder Haushaltsgegenstände. Wolfgang Both stellte uns beim heutigen Clubabend eine unterhaltsame Sammlung des Sputnik-Designs in verschiedenen Produkten vor, die heute begehrte Sammlerstücke sind. Interessant ist der Fakt, dass der von Journalisten viel beschworene »Sputnik-Schock« im Grunde kein Schock war, denn aus der damaligen Presse geht hervor, dass der Start eines ersten Erdsatelliten längst erwartet wurde. Insbesondere in den USA kam die Wortendung »-nik« in Mode und wurde auf alles Mögliche angewendet – bis hin zum »Beatnik«. Dank an Wolfgang für den sehr unterhaltsamen Vortrag! Unser Clubchef Ralf konnte ein russisches Zigarettenetui aus dem Jahr 1957 präsentieren (siehe Foto).

»1984« in Film und Fernsehen

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Beim heutigen Clubabend hat unser Filmspezialist Lothar Powitz sich George Orwells Klassiker 1984 gewidmet. Bekannt sind vor allem die beiden Kinofilme aus den Jahren 1956 und 1984, darüber hinaus gibt es jedoch seit 1953 mehrere weitere Fassungen, die für das Fernsehen produziert wurden. Die erste Adaption des Romans in Spielfilmlänge war eine Fernsehfassung der britischen BBC, die 1954 ausgestrahlt wurde. Bereits 1953 lief eine 50-minütige Fassung des US-amerikanischen Fernsehsenders CBS im Rahmen der Serie Westinghouse Studio One. Eine weitere Fernsehfassung lief 1965 in der BBC im Rahmen der Serie Theater 625. Lothar hat darüber viele Details herausgefunden und erzählt. Es gab auch zahlreiche Ausschnitte aus sehr seltenen Versionen zu sehen.

Interessant ist übrigens, dass es vom ersten Kinofilm zwei alternative Enden gibt. In der in Deutschland gezeigte Fassung ruft Winston am Ende »Nieder mit dem Großen Bruder!« und Winston und Julia werden erschossen, während Winston in der amerikanischen Fassung ruft »Long live Big Brother!« und nicht erschossen wird.

Die erste Fernsehverfilmung aus dem Jahr 1953 gibt es übrigens hier zu sehen.

»Mein Erstkontakt mit der SF« – SF-Comics der 50er- und 60er-Jahre

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Beim heutigen Clubabend berichtete Jürgen Hahn über seinen Erstkontakt mit der Science Fiction in Comicform, der in sehr jungem Alter stattfand. Sein erstes Heft, das ihn mit dem Science-Fiction-Virus infizierte, war aus der Reihe Nick der Weltraumfahrer. Später dann hat er auch andere Serien gesammelt und gelesen. Doch der Vortrag gab nicht nur einen Überblick zu den Comic-Reihen Fulgor der Weltraumflieger, Raka der Held des Jahres 2000, die Bilderzeitung Titanus, Meteor, Blitz Gordon (die deutsche Variante von Flash Gordon) und die Reihe Illustrierte Klassiker, sondern ging auch auf die Rezeption von Comics und auf Zensur, Verbote und sogar Verbrennungen in den 50er-Jahren ein. Bereits am 19. Mai 1954 wurde in der Bundesrepublik die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften gegründet, die schnell auch bestimmte Comics ins Visier nahm. Nicht nur in den USA gab es in den späten 40er-Jahren durch besorgte Eltern und Pädagogen initiierte Comic-Verbrennungen, sondern auch ein Jahrzehnt später in Deutschland. Jürgen hat dazu mehrere Belege, Augenzeugenberichte und sogar Fotos gefunden. Als Zugabe erzählte er schließlich noch von den SF-Comicreihen des Berliner Zeichners Heinrich Banemann.

Jürgens erstes Heft

Jürgen lieferte uns einen enorm spannenden und informativen Vortrag mit vielen Bildbeispielen über die zum Teil längst vergessenen Anfänge der Comicszene in Deutschland.

ANDYMON-Weihnachtsfeier

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star-487494_640Beim Dezember-Clubabend gab es wieder die traditionelle Andymon-Weihnachtsfeier. Sabine schrieb darüber auf Facebook: »Das war die 34. Weihnachtsfeier unseres Clubs – auf dass noch viele folgen mögen! Eine sehr leckere Tradition wurde auch dieses Jahr fortgesetzt – der Anschnitt des selbst gebackenen Stollens von Clubchef Ralf! Dazu gab’s Salate, Würstchen, Kekse und viel Glühwein und noch viel mehr nette Gespräche. Bernhard verlas eine Weihnachtsgeschichte, wie sie sich jedes Jahr tatsächlich in Berlin zutragen könnte. Wir freuten uns über die Jahresgabe 2019. Und wir haben uns wie gewohnt an diesem Abend gemeinsam Gedanken über die Themen der Clubabende im kommenden Jahr 2020 gemacht. Dabei fiel mir auf, wie nett der Umgang untereinander sein kann, jeder lässt jeden ausreden, jeder nimmt Rücksicht auf den anderen, wenn es um Terminfindung geht. So ist es nicht überall … Auf in ein neues Jahr 2020!«

Rettet DAS SCIENCE FICTION JAHR!

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SFJahr2019Als der Golkonda Verlag verkündet hat, dass »Das Science Fiction Jahr 2019« in diesem Jahr nicht erscheinen kann, stand der traditionsreiche, von Wolfgang Jeschke 1986 ins Leben gerufene Almanach vor dem Aus. Nun hat sich Klaus Farin bereiterklärt, das sekundärliterarische Jahreskompendium im Hirnkost Verlag aufzunehmen, damit diese Tradition weiter fortgeführt werden kann.

Um die Tradition des Jahresrückblicks ebenso wie die bereits geleistete kreative Arbeit unserer Autor*innen und Journalist*innen wie Georg Seeßlen, Dierk Spreen, Karlheinz Steinmüller und Judith Vogt  zu retten, um Honorare und Herstellungskosten zahlen zu können, haben wir eine Crowdfunding-Kampagne aus der Taufe gehoben und parallel dazu einen Spendenaufruf gestartet.

Jede Bestellung, jedes abgeschlossene Abo, jedes Dankeschön, das ihr euch aussucht, hilft, damit wir die Tradition des SCIENCE FICTION JAHRES aufrechterhalten können.

Unterstützt uns

über unsere Crowdfunding-Kampagne, bei der ihr euch eines unserer Dankeschöns aussuchen könnt: www.startnext.com/das-science-fiction-jahr-2019

mit einer Spende an:
Respekt! – Die Stiftung | Lahnstraße 25, D – 12055 Berlin | www.respekt-stiftung.de
GLS Bank, Konto-Inhaber: Respekt! – Die Stiftung
IBAN: DE13 4306 0967 1126 1636 00 | BIC: GENODEM1GLS | Zweck: SF Jahr

oder auch ganz einfach mit Paypal: unsere Paypal-Adresse lautet: spenden.respekt@jugendkulturen.de

mit einer Bestellung über den Shop des Hirnkost Verlags (zum einmaligen Subskriptionspreis von 25 Euro): https://shop.hirnkost.de/produkt/das-science-fiction-jahr-2019/

durch den Abschluss eines Abos des Jahrbuchs beim Hirnkost Verlag: https://shop.hirnkost.de/produkt/das-science-fiction-jahr-abonnement/

Wir freuen uns auf viele weitere Ausgaben, die wir gemeinsam von DAS SCIENCE FICTION JAHR herausbringen können, und freuen uns, wenn Ihr uns bei diesem Vorhaben unterstützt. Vielen Dank!

Melanie (Wylutzki), Hardy (Kettlitz) & Klaus (Farin)


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