Beim letzten Clubabend überraschte uns Christian Schobeß mit dem dramatischen Vortrag eines eigenen Gedichts, in dem er seine persönlichen Erfahrungen mir der SF verarbeitet hat. Und so geht es los:

Meine Science Na’utschnaja Voyages Fiction Fantastika Imaginaires

von Christian Schobeß

Dü-dü-düüü!
Der Weltraum – unendliche Weiten!
Dü-dü-düüü!
Es geht wieder los durch Räume und Zeiten!
Die Besatzung der „Enterprise“ wechselt mal,
Aber das Raumschiff mit Warp-Antrieb bleibt total
Die gleiche Chose – mit wechselnden Charakteren.
Wollen wir es, Scotti, nicht zu sehr beschwören?
Ob nun Käpt’n Kirk, Picard, Sisko, Janeway, Archer, Lorca führend –
Wie war das gleich, Mr. Spock? – Fas-zi-nieee-rend!

Na, Leute, darf es mit der Scientific Fiction etwas mehr sein?
Fällt uns zuvor nicht Thomas Morus’ „Utopia“ ein?
Oder Campanellas „La città del Sole“ („Sonnenstaat“)?
Oder was sich Herr Schnabel mit „Insel Felsenburg“ vorgestellt hat?
Ach, komm! Fang jetzt nicht noch beim Urschleim an
Mit Platons „Höhlengleichnis“! Angeber! Dit reicht, Mannomann!

Und hier geht es zum vollständigen Gedicht …

sternwarte2-1Am 24. November 2018 findet wieder ein Raumfahrthistorisches Kolloquium in der Archenhold-Sternwarte statt. Diesmal gibt es ein umfangreiches Programm mit sechs Vorträgen, die von einer Hohmann-Biografie (Satellitenbahnkurven) über philosophische Betrachtungen bis hin zu Plänen des Technikmuseums in Sachen Raumfahrtausstellung reichen. Um 10 Uhr eröffnet Prof. Herrmann das Treffen (siehe Programm).

Science Fiction im Werk von H. P. Lovecraft

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lovecraftBeim heutigen Clubabend ging es um die Science-Fiction-Elemente im Werk von H. P. Lovecraft. Christoph Heidrich holte bei seinem Vortrag das Kosmische aus dem kosmischen Horror! Zunächst arbeitete er in einem biografischen Überblick die kosmischen und wissenschaftlichen Elemente heraus. Später ging es dann um die Farbe aus dem All, beunruhigende transneptunische Objekte oder einfach das Nichts zwischen den Sternen. H. P. Lovecraft hat mit seiner Literatur Anhänger und Nachahmer in der Science Fiction gefunden.

Im Anschluss entwickelte sich eine ausführliche und angeregte Diskussion zu unterschiedlichen Aspekten in Lovecrafts Cthulhu-Mythos und Biografie. Ausführlich wurden auch unterschiedliche Ausgaben und Übersetzungen diskutiert. Die umfangreichste Lovecraft-Ausgabe gibt es derzeit beim Festa Verlag, und zwar nicht nur Lovecrafts eigene Werke, sondern auch die von anderen Autoren, die zu Lovecrafts Mythos beigetragen oder ihn in seinem Schaffen beeinflusst haben (Lovecrafts Bibliothek des Schreckens).

Die Hugo Awards 2013 bis 2018

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Hugo1-3Nachdem Hardy Kettlitz beim Clubabend im September bereits über die Hugo-Jahre 2008 bis 2012 berichtet hatte, gab es diesmal den abschließenden Vortrag zu den letzten fünf Jahren aus Kettlitz’ Buch Die Hugo Awards 2001 – 2017 sowie einen Überblick zu den neuesten Hugo-Gewinnern des Jahres 2018.

Das war bisher der längste Vortrags-Marathon in der Geschichte des Clubs. Insgesamt neun Vorträge über vier Jahre verteilt zum wichtigsten Literaturpreis der SF-Welt. Aber immerhin umfassen die drei Bände zu den Hugo Awards insgesamt auch rund 1000 Seiten.

Die Hugo Awards 2008 bis 2012

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Hugo3_3dKürzlich erschien der dritte und letzte Band der Buchreihe »Die Hugo Awards«. Beim Clubabend hat Hardy Kettlitz einen Überblick zu den Hugo-Preisträgern der Jahre 2008 bis 2012 gegeben, Gewinner und Verlierer präsentiert und Lesetipps für Erzählungen und Romane gegeben. Es ging nicht nur um berühmte Romane wie Das Graveyard-Book von Neil Gaiman und Among Others von Jo Walton, sondern auch um viele interessante Kurzgeschichten, Sachbücher, Comics, Spielfilme, Fernsehserien und was die Science Fiction sonst noch zu bieten hat. Die Preisträger-Romane liegen inzwischen auch auf Deutsch vor, während die meisten Gewinner in den Kategorien für kürzere Texte leider nie übersetzt wurden. Aber genau in den kürzeren Texten sind viele literarische und thematische Innovationen der modernen SF und Phantastik zu finden. Hier gibt es viel zu entdecken!

SF Sommer Musik Spezial

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c-mars3Der diesjährige musikalische Vortrag von Wolfgang Both hatte zwar den Titel Mars ist kein Spass (angelehnt an »Mars is no fun« von Camille). Tatsächlich reichte das Spektrum der musikalischen Beiträge aber von dem ziemlich witzigen »Martian Boogie« (in einem Schnellimbiss mit dem schönen Namen »Eat, Sit and Gulp« kann man nachts schon mal einen marsianischen Rockfan treffen …) von Brownsville Station bis zum sozialkritischen »Moving to Mars« von Coldplay. Mit seinen Musikstücken aus sieben Jahrzehnten konnte Wolfgang zudem eine große Vielfalt an musikalischen Stilen – von Rockabilly bis Industrial – präsentieren. Und zu entdecken gab es auch etwas: die Band Mars Needs Women dürften vorher wohl die wenigsten gekannt haben … Alles in allem war das wiederum eine kurzweilige musikalische Reise. Gut, dass Wolfgang noch weitere Themen in petto hat!

Anton_3dUwe Anton ist deutscher Science-Fiction-Autor und -Kritiker. Er schreibt seit mehr als 20 Jahren für Perry Rhodan und veröffentlichte darüber hinaus über tausend Rezensionen, Artikel, Essays und Aufsätze in Zeitschriften, Jahrbüchern und Sachbüchern. Kürzlich erschien in der Buchreihe SF Personality der Band Robert Silverberg – Zeiten der Wandlung. Aus diesem Anlass kam Uwe Anton für zwei Veranstaltungen nach Berlin.

Am 11. Juli um 19:30 Uhr war Uwe Anton in der Otherland-Buchhandlung zu Gast, im Gespräch mit Hardy Kettlitz. Thema waren bedeutende SF-Autoren, aber auch seine Arbeit an der Serie Perry Rhodan. Von ihm liegen bereits Sachbücher über Philip K. Dick, Stephen King und A. E. van Vogt vor.

Am 12. Juli um 19 Uhr hat er in unserem Club Andymon in der Ernststraße 14-16 einen Vortrag über das Werk von Robert Silverberg gehalten und sein Buch ausführlich vorgestellen.

Frey_Fortschritt_3dHans Frey, Autor des Buches Fortschritt und Fiasko – Die ersten 100 Jahre der deutschen Science Fiction, war inBerlin.

Am 14. Juni um 19 Uhr hat der Autor in unserem Club Andymon in der Ernststraße 14-16 einen Vortrag über die frühe deutsche Science Fiction halten und sein Buch ausführlich vorstellen.

Am 15. Juni um 20 Uhr war Hans Frey in der Otherland-Buchhandlung zu Gast im Gespräch mit Hardy Kettlitz. Thema waren die Sachbücher von Hans Frey sein. Nicht nur Fortschritt und Fiasko, sondern auch seine SF Personality-Ausgaben über J. G.  Ballard, Alfred Bester und James Tiptree jr.

Unter anderem erzählte Hans Frey auch, woran er derzeit arbeitet. So wird es sicherlich einen weiteren Band zur Geschichte der deutschen Science Fiction geben, der chronologisch an Fortschritt und Fiasko anschließt.

Die Hugo Awards 2001 bis 2007

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Hugo3_3dIm Sommer 2018 erscheint der dritte und letzte Band der Buchreihe »Die Hugo Awards«. Vorab gab Hardy Kettlitz einen ersten Überblick zu den Hugo-Preisträgern der Jahre 2001 bis 2007, gab Lesetipps für Erzählungen und Romane und hatte jede Menge Anekdoten über Autoren und die Preisverleihungen. Und es ging nicht nur um berühmte Romane wie American Gods von Neil Gaiman, Jonathan Strange & Mr. Norrell von Susanna Clarke, Spin von Robert Charles Wilson oder Das Ende des Regenbogens von Vernor Vinge, sondern auch um viele interessante Kurzgeschichten, Sachbücher, Comics, Spielfilme, Fernsehserien und was die Science Fiction sonst noch zu bieten hat. Am 13. September geht es dann weiter mit den Hugo-Gewinnern ab 2008.

Neuhaus_3dDer Journalisten und Autor Wolfgang Neuhaus war anlässlich des Erscheinens seines Buches Die Überschreitung der Gegenwart beim Andymon-Clubabend zu Gast. Evolutionäre Spekulation ist bis heute eines der Hauptthemen der Science Fiction. Wolfgang Neuhaus bietet mit seinen Essays, die über viele Jahre in Das Science Fiction Jahr erschienen sind, einen Einblick in die unterschiedlichen Schreibweisen, die im Genre möglich sind: von der Space Opera bis zum Cyberpunk, von literarischen Gedankenexperimenten bis hin zu kosmischen Visionen. Ergänzend werden einige Beispiele der visuellen SF vorgestellt. Welche Aussichten hat die Menschheit durch die sich beschleunigenden Prozesse der Technik und der Wissenschaft? Es deuten sich vielfache Überschreitungen in den Verhältnissen der Menschen zu ihrem Körper, zur Umwelt und zu den Maschinen an, die erst in Umrissen zu erfassen sind. Auch wenn die SF als Literatur des Wandels sich immer wieder in Krisen befunden hat, was ihre Gestaltung und ihre Rezeption angeht, so war sie stets in der Lage, neue Formen des ästhetischen Ausdrucks für solche Vorgänge zu finden. Das Genre ist auf dem Weg, eine dem 21. Jahrhundert angemessene Symbolik zu entwickeln, der Neuhaus in seinen ­Essays nachspürt.

Beim Clubtreffen gab Wolfgang Neuhaus Einblicke in seine Arbeit an den Texten, stellte die Themen seines Buches vor und beantwortete geduldig alle Fragen.

vorgestellt. Welche Aussichten hat die Menschheit durch die sich beschleunigenden Prozesse der Technik und der Wissenschaft? Es deuten sich vielfache Überschreitungen in den Verhältnissen der Menschen zu ihrem Körper, zur Umwelt und zu den Maschinen an, die erst in Umrissen zu erfassen sind. Auch wenn die SF als Literatur des Wandels sich immer wieder in Krisen befunden hat, was ihre Gestaltung und ihre Rezeption angeht, so war sie stets in der Lage, neue Formen des ästhetischen Ausdrucks für solche Vorgänge zu finden. Das Genre ist auf dem Weg, eine dem 21. Jahrhundert angemessene Symbolik zu entwickeln, der Neuhaus in seinen ­Essays nachspürt.
Evolutionäre Spekulation ist bis heute eines der Hauptthemen der Science Fiction. Wolfgang Neuhaus bietet mit seinen Essays, die über viele Jahre in Das Science Fiction Jahr erschienen sind, einen Einblick in die unterschiedlichen Schreibweisen, die im Genre möglich sind: von der Space Opera bis zum Cyberpunk, von literarischen Gedankenexperimenten bis hin zu kosmischen Visionen. Ergänzend werden einige Beispiele der visuellen SFvorgestellt. Welche Aussichten hat die Menschheit durch die sich beschleunigenden Prozesse der Technik und der Wissenschaft? Es deuten sich vielfache Überschreitungen in den Verhältnissen der Menschen zu ihrem Körper, zur Umwelt und zu den Maschinen an, die erst in Umrissen zu erfassen sind. Auch wenn die SF als Literatur des Wandels sich immer wieder in Krisen befunden hat, was ihre Gestaltung und ihre Rezeption angeht, so war sie stets in der Lage, neue Formen des ästhetischen Ausdrucks für solche Vorgänge zu finden. Das Genre ist auf dem Weg, eine dem 21. Jahrhundert angemessene Symbolik zu entwickeln, der Neuhaus in seinen Essays nachspürt.

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