Jetzt als E-Book: Einsatz im Revier Tief-Ost

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Tief-OstJeder kennt Polizeireviere wie München-Süd, Dortmund-West oder Hamburg-Nord. Es gibt aber auch ein Revier, das tief im Osten Deutschlands liegt. Vom Rest des Landes vergessen, stemmen sich hier eine Handvoll unermüdlicher Beamter dem Verbrechen entgegen. Und seit sie Computer bekommen haben, ist ihr Dienst nicht einfacher geworden …

Die Beamten aus dem Polizeirevier Tief-Ost sind bekannt dafür, dass sie kein Fettnäpfchen auslassen. Unter dem eBook-Label Electric Books sind jetzt die 100 Kurzgeschichten von Mario Ulbrich erschienen, die zwischen 2002 und 2010 in der ostdeutschen Tageszeitung FREIE PRESSE veröffentlicht worden sind. Zu der Serie, die Wortwitz und Cartoon-Action kombiniert, gehören außerdem zwei Romane und ein inszeniertes Hörbuch.

In den drei eBooks mit dem Titel Einsatz im Revier Tief-Ost (Edition I bis III) erscheinen die Storys erstmals ungekürzt. Für die Zeitungsveröffentlichung mussten die meisten Geschichten damals aus Platzgründen zusammengestrichen werden, in einigen Fällen fehlten bis zu zwei Drittel der Original-Story. Ergänzt werden die eBook-Editionen durch einige bislang unveröffentlichte Tief-Ost-Geschichten. Erhältlich sind sie vorerst nur für den Kindle-Reader, im Frühjahr sollen Versionen für andere Systeme folgen.

Seit Anfang November 2013 gibt es einen neuen Audio-Podcast mit dem Titel Phantastika, der sich mit Science Fiction aus dem Osten beschäftigt. Auf sehr charmante Weise plaudert Meo Mespotine in jeder Ausgabe über ein Buch, dessen Autor und einige Hintergründe der Geschichten. Man kann den Podcast über iTunes abonnieren oder direkt auf der Homepage anhören bzw. herunterladen.

In den bisherigen drei Ausgaben ging es um Andymon von Angela und Karlheinz Steinmüller (was uns besonders freut), Planet der Sirenen von Rainer Fuhrmann und Wir von Jewgeni Samjatin.

Und zur Homepage des Phantastika-Podcasts geht es hier.

Ein Urgetüm der SF

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Harun Raffael hat sich für den heutigen Clubabend mit einem weitgehend unbekannten Buch des französischen Autor C. I. Defontenay auseinandersetzt, über den selbst die englische Wikipedia nur vier Zeilen zu berichten weiß. Star, ou Psi Cassiopea erschien bereits 1854 und ist eine Art Proto-Space-Opera, ein Weltenbildnis weit jenseits der Erde in einem fernen Sternsystem. Außergewöhnlich ist an diesem Buch, dass es sich bereits zu einem so frühen Zeitpunkt – Jahrzehnte vor Jules Vernes Hauptwerk – mit dem Leben auf einem fernen Planeten auseinandersetzt und die dortige Gesellschaft über ganze Zeitalter hinweg verfolgt. Noch außergewöhnlicher ist, dass die Geschichte teil in Versen erzählt wird, die sich mit Prosapassagen abwechseln. Die allseits bekannte Sachliteratur zur Geschichte der Science Fiction erwähnt den Autor so gut wie gar nicht. Deshalb ein ganz besonderer Dank an Harun, dass er diese Kuriosität entdeckt, auf französisch gelesen und für uns ausführlich analysiert hat.

Nachfolgend der Originaltext aus dem Jahr 1854, zur Verfügung gestellt von GALLICA, einem Projekt der Bibliothèque nationale de France. (Flash erforderlich.)

Wer das Dokument hier nicht lesen kann, kann diesem Link folgen.)
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