Unter dem Titel »Gibt es eine Welt außerhalb der Höhle? Zur Kurzprosa von Philip K. Dick« hat Ralf Lorenz am heutigen Clubabend über die Kurzgeschichten des Autors referiert. Dazu hat Ralf sämtliche Kurzgeschichten Dicks gelesen, die vor Jahren bereits in zehn Bänden gesammelt bei Haffmans und jetzt kürzlich in Neuauflage bei Zweitausendeins erschienen sind. Darüber hinaus hat sich Ralf auch mit der Biografie Dicks beschäftigt und konnte ausführlich Auskunft über Leben und Werk geben. Das ist doch ein guter Anlass, mal wieder das eine oder andere Buch von Philip K. Dick in die Hand zu nehmen. Es lohnt sich!

Bei unserem Clubabend am 9. April konnten wir erstmals wieder das schöne Wetter genießen und im Garten des Kulturbunds sitzen. Am Abend vor Karfreitag hatten nicht allzu viele Clubmitglieder Zeit, andererseits gab es diesmal auch kein festes Thema. Daher haben wir uns über alle möglichen aktuellen Themen unterhalten, was ja auch mal ganz schön ist.

Unser Clubchef Ralf teilt mit:

Am nächsten Donnerstag findet unser nächster Clubabend statt. Ursprünglich hatte Ralf Lorenz seinen Vortrag zu Philip K. Dick für diesen Tag vorgesehen. Seinem Wunsch folgend wollen wir jedoch seinen Vortrag um einen Monat verschieben. Die Fülle des Materials lässt es doch geraten erscheinen eine größere Vorbereitungszeit einzuplanen.
Sein Vortrag wird also dann am 14. Mai unter folgendem Titel stattfinden: »Gibt es eine Welt außerhalb der Höhle? Zur Kurzprosa von Philip K. Dick«. Ich glaube wir können schon gespannt sein und werden sicher viele Leseanregungen erhalten.

Insofern ist der nächste Donnerstag also ohne Thema, aber sicher gibt es einiges aus der Welt der SF zu berichten:
Hat jemand den Animationsfilm »Monsters vs. Aliens« gesehen? Neuestes Lesefutter? Vielleicht habt Ihr auch schon Ideen zum Himmelfahrtstag am 21. Mai.

Ein zweiter Hinweis:

Am Mittwoch den 8. April startet wieder eine Sonde in die Wissenschaft im Max-Liebermann-Haus am Brandenburger Tor (19.30 Uhr) – Thema »Globale Herausforderungen und Chancen für eine zukunftsfähige Energieversorgung«.

Am Clubabend erzählte Beverly Schnett über das Werk von Iain M. Banks und seinen Kultur-Zyklus. Dabei ging sie vor allem darauf ein, dass es sich bei diesem Zyklus um eine positive Utopie handelt und wie der Autor damit umgeht, damit die Bücher trotzdem spannend sind.

Am Clubabend erzählte Harun Raffael über die Stammesmythen der Hopi und warum es sich dabei um eine Art der indianischen Science Fiction handelt. Denn nicht jede Überlieferung hat wirklich mythischen Ursprung …

Und wer jetzt nicht weiß, wer die Hopi sind, möge hier draufklicken.

Im Januar eröffneten wir beim Clubtreffen das Jahr der Jubiläen und großen Ereignisse. Zuerst mit einem Abstecher ins Auenland – geführt von Christian Schobeß. Er las Auszüge aus seinem Theaterstück Auenland plus X. Und anschließend erinnerte Wolfgang Both uns an den 200. Geburtstag von Edgar Allan Poe.

poe-2a.jpgZum nächsten Clubtreffen am 8. Januar 2009 wird uns Wolfgang Both etwas über den Altmeister der Kurzgeschichte erzählen, bevor Christian Schobeß mit seiner Lesung beginnt (siehe Terminplan). Wolfgang schrieb dazu: 

Mit seiner letzten Geschichte vom »Hüpffrosch« schrieb Poe sich seine ganze Enttäuschung von der Seele.  Die grausame Rache des kleinen Hofnarren an König und Ministern ist auch eine böse Abrechnung mit seiner ignoranten Umgebung. Die Verkleidung, die der Spaßmacher dem Tyrannen und seinen Hofschranzen verpasst, ist gleichzeitig eine Demaskierung ihres Charakters. Als wilde Affen lässt er sie zu mitternächtlicher Stunde in das Fest am Hofe toben. Ihre Kostüme aus Wachs, Pech und Fasern fangen nur zu leicht Feuer. Das ist seine Vergeltung für all die Demütigungen.
Zu Lebzeiten blieb Edgar Allan Poe weitgehend unbekannt. Zwar kamen seine Werke auch in Europa heraus, aber in seiner Heimat Amerika folgten nur vier Menschen seinem Sarg, als er 1849 verstarb.
Nur 40 Jahre zuvor, am 19. Januar 1809, kam er in Boston zur Welt.
Heute ist sein Werk weltweit bekannt, seine Gedichte, seinen Geschichten, seine Essays und Kritiken waren und sind Vorbild für viele Autoren. Stevenson, Verne, Bierce oder Lovecraft wären ohne ihn kaum denkbar. Er gilt als Vater der modernen Kurzgeschichte, des Horror- wie des Kriminalromans und der SF-Story.

Wenn jeder Autor, der ein Honorar für eine Geschichte erhält, die ihre Entstehung Poe verdankt, den Zehnten für ein Monument des Meisters abgeben müsste, dann ergäbe das eine Pyramide, so hoch wie die von Cheops.
Arthur Conan Doyle

Zum Clubabend haben wir gemeinsam über die Clubveranstaltungen des kommenden Jahres gesprochen. Die Ergebnisse sind demnächst auf der Seite »Termine« zu finden.

Außerdem feiert ANDYMON im Jahr 2010 sein 25-jähriges Jubiläum. Die Clubmitglieder haben beschlossen, dies mit einer größeren Veranstaltung zu feiern. Bis zur Weihnachtsfeier im Dezember wollen die Clubmitglieder konkretere Vorschläge unterbreiten. Mehr also demnächst an dieser Stelle.

An unserem Oktober-Clubtreffen berichtete Wolfgang Both über Science Fiction auf den Verbotslisten vor und nach 1945. Mehr zu diesem Thema gibt es an dieser Stelle in wenigen Tagen.

leiber_fsf-1969-07.jpgEine der nächsten Publikationen der Reihe »SF Personality« beschäftigt sich mit der Person und dem Werk von Fritz Leiber, dem Autor des Schwerter-Zyklus und einer ganzen Reihe interessanter SF-, Fantasy- und Horror-Storys. Leibers wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet, darunter mehrfach mit dem Hugo Award sowie dem World Fantasy Award.

Hardy Kettlitz stellte in seinem Vortrag am Clubabend die wichtigsten Werke des US-amerikanischen Autors vor.

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