Die Retro-Hugos

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Die »Retrospective Hugo Awards« – oder kurz: Retro-Hugos – werden auf den World Science Fiction Conventions verliehen, allerdings bei einer gesonderten Zeremonie an einem anderen Abend als die Hugo Awards. Es handelt sich nicht um eine jährliche Verleihung. Die Zeremonie wird jeweils 50, 75 oder 100 Jahre nach jenen Jahren veranstaltet, in denen zwar ein Worldcon stattfand, aber kein Hugo vergeben wurde – also für die Jahre 1939 bis 1941, 1946 bis 1952 und 1954. Die Regeln entsprechen denen der regulären Hugo-Wahl, wobei auf jene Rubriken verzichtet wird, die zur damaligen Zeit nicht relevant waren. Bisher wurde der Retro-Hugo fünfmal vergeben, und zwar für die Jahre 1939, 1941, 1946, 1951 und 1954.

Hardy Kettlitz erzählte beim heutigen Clubabend, von wem und warum der Preis vergeben wird und wer ihn erhalten hat. Dazu gab es jede Menge Videos zu den »Best Dramatic Presentations«, ein Video-Statement von Orson Welles zu seinem Hörspiel War of the Worlds, eine Reihe von Originalbüchern aus der betreffenden Zeit, knapp zweihundert Abbildungen von Buch- und Magazincovern und sogar noch einen Video-Ausschnitt von der Hugo-Verleihung 2016 mit Robert Silverberg als Laudator.

Die ›Nichtlandsliteratur‹ von Johanna und Günter Braun

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Braun_Der_Fehlfaktor_DNBBeim heutigen Clubabend hielt Christian Schobeß einen Vortrag über die ›Nichtlandsliteratur‹ von Johanna und Günter Braun (mit einer Auswahl von verschiedenen Erzählungen und Romanen, ausgehend von Der Irrtum des Großen Zauberers). Erwähnung fanden unter anderem Texte aus Der Utofant, Der Fehlfaktor, Der x-mal vervielfachte Held und Herr A. Morph. Den Begriff ›Nichtlandsliteratur‹ begründete Christian mit dem Umstand, dass der größte Teil der braunschen Werke nicht in einer definierten Realität spielen, sondern vielmehr in rein phantastischen, imaginären Welten, die gelegentlich in Form von Märchen oder Allegorien freie Gedankenspiele zulassen. In einer regen Diskussion tauschten sich die Clubmitglieder über ihre eigenen Leseerfahrungen und über Erinnerungen an Begegnungen mit den Brauns aus.

Hier übrigens ein Mitschnitt eines Gesprächs mit Johanna und Günter Braun, das Ralf Lorenz auf den vom SF-Club Andymon veranstalteten »4. Tagen der Phantastischen Kunst« im Jahr 1990 geführt hat: 1990_Johanna+Guenter_Braun

Ist »Plan 9 from Outer Space« der schlechteste SF-Film aller Zeiten?

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Film1Als Liebhaber von Science-Fiction-Filmen stößt man immer wieder auf die Behauptung, dass Plan 9 from Outer Space der schlechteste Science-Fiction-Film aller Zeiten sei. Aber stimmt das wirklich? Tatsächlich hat es in den zurückliegenden Jahrzehnten immer wieder Filme gegeben, die Ed Woods Machwerk mindestens »ebenbürtig« sind. Einige dieser Filme (aus dem Zeitraum 1953 bis 2014) hat Lothar Powitz beim Clubabend in Ausschnitten vorgestellt.

Weihnachtsfeier und Jahresplanung

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Beim heutigen Clubabend gab es die traditionelle Weihnachtsfeier mit selbstgemachtem Stollen, Glühwein und netten Gesprächen. Höhepunkt war zweifellos der Auftritt von Bernhard und Gudrun, die jeweils mit Gitarrenbegleitung durch Bernhard witzige, überraschende und etwas schlüpfrige Lieder zum Besten gaben.

Außerdem konnten wir gemeinsam unsere Planung der Themen für die Clubabende des kommenden Jahres abschließen. Dabei geht es überwiegend (mit Ausnahme der Präsentation des nagelneuen Erzählungsbandes Sphärenklänge von den Steinmüllers) um Science Fiction und Ereignisse aus unterschiedlichen Jahrzehnten des vergangenen Jahrhundert. Die Terminübersicht ist hier zu finden.

Meine Science Na’utschnaja Voyages Fiction Fantastika Imaginaires

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Beim letzten Clubabend überraschte uns Christian Schobeß mit dem dramatischen Vortrag eines eigenen Gedichts, in dem er seine persönlichen Erfahrungen mir der SF verarbeitet hat. Und so geht es los:

Meine Science Na’utschnaja Voyages Fiction Fantastika Imaginaires

von Christian Schobeß

Dü-dü-düüü!
Der Weltraum – unendliche Weiten!
Dü-dü-düüü!
Es geht wieder los durch Räume und Zeiten!
Die Besatzung der „Enterprise“ wechselt mal,
Aber das Raumschiff mit Warp-Antrieb bleibt total
Die gleiche Chose – mit wechselnden Charakteren.
Wollen wir es, Scotti, nicht zu sehr beschwören?
Ob nun Käpt’n Kirk, Picard, Sisko, Janeway, Archer, Lorca führend –
Wie war das gleich, Mr. Spock? – Fas-zi-nieee-rend!

Na, Leute, darf es mit der Scientific Fiction etwas mehr sein?
Fällt uns zuvor nicht Thomas Morus’ „Utopia“ ein?
Oder Campanellas „La città del Sole“ („Sonnenstaat“)?
Oder was sich Herr Schnabel mit „Insel Felsenburg“ vorgestellt hat?
Ach, komm! Fang jetzt nicht noch beim Urschleim an
Mit Platons „Höhlengleichnis“! Angeber! Dit reicht, Mannomann!

Und hier geht es zum vollständigen Gedicht …

Science Fiction im Werk von H. P. Lovecraft

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lovecraftBeim heutigen Clubabend ging es um die Science-Fiction-Elemente im Werk von H. P. Lovecraft. Christoph Heidrich holte bei seinem Vortrag das Kosmische aus dem kosmischen Horror! Zunächst arbeitete er in einem biografischen Überblick die kosmischen und wissenschaftlichen Elemente heraus. Später ging es dann um die Farbe aus dem All, beunruhigende transneptunische Objekte oder einfach das Nichts zwischen den Sternen. H. P. Lovecraft hat mit seiner Literatur Anhänger und Nachahmer in der Science Fiction gefunden.

Im Anschluss entwickelte sich eine ausführliche und angeregte Diskussion zu unterschiedlichen Aspekten in Lovecrafts Cthulhu-Mythos und Biografie. Ausführlich wurden auch unterschiedliche Ausgaben und Übersetzungen diskutiert. Die umfangreichste Lovecraft-Ausgabe gibt es derzeit beim Festa Verlag, und zwar nicht nur Lovecrafts eigene Werke, sondern auch die von anderen Autoren, die zu Lovecrafts Mythos beigetragen oder ihn in seinem Schaffen beeinflusst haben (Lovecrafts Bibliothek des Schreckens).

SF Sommer Musik Spezial

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c-mars3Der diesjährige musikalische Vortrag von Wolfgang Both hatte zwar den Titel Mars ist kein Spass (angelehnt an »Mars is no fun« von Camille). Tatsächlich reichte das Spektrum der musikalischen Beiträge aber von dem ziemlich witzigen »Martian Boogie« (in einem Schnellimbiss mit dem schönen Namen »Eat, Sit and Gulp« kann man nachts schon mal einen marsianischen Rockfan treffen …) von Brownsville Station bis zum sozialkritischen »Moving to Mars« von Coldplay. Mit seinen Musikstücken aus sieben Jahrzehnten konnte Wolfgang zudem eine große Vielfalt an musikalischen Stilen – von Rockabilly bis Industrial – präsentieren. Und zu entdecken gab es auch etwas: die Band Mars Needs Women dürften vorher wohl die wenigsten gekannt haben … Alles in allem war das wiederum eine kurzweilige musikalische Reise. Gut, dass Wolfgang noch weitere Themen in petto hat!

Uwe Anton war am 11. und 12. Juli in Berlin

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Anton_3dUwe Anton ist deutscher Science-Fiction-Autor und -Kritiker. Er schreibt seit mehr als 20 Jahren für Perry Rhodan und veröffentlichte darüber hinaus über tausend Rezensionen, Artikel, Essays und Aufsätze in Zeitschriften, Jahrbüchern und Sachbüchern. Kürzlich erschien in der Buchreihe SF Personality der Band Robert Silverberg – Zeiten der Wandlung. Aus diesem Anlass kam Uwe Anton für zwei Veranstaltungen nach Berlin.

Am 11. Juli um 19:30 Uhr war Uwe Anton in der Otherland-Buchhandlung zu Gast, im Gespräch mit Hardy Kettlitz. Thema waren bedeutende SF-Autoren, aber auch seine Arbeit an der Serie Perry Rhodan. Von ihm liegen bereits Sachbücher über Philip K. Dick, Stephen King und A. E. van Vogt vor.

Am 12. Juli um 19 Uhr hat er in unserem Club Andymon in der Ernststraße 14-16 einen Vortrag über das Werk von Robert Silverberg gehalten und sein Buch ausführlich vorgestellen.

»Fortschritt und Fiasko« – Veranstaltungen am 14. und 15. Juni mit Hans Frey

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Frey_Fortschritt_3dHans Frey, Autor des Buches Fortschritt und Fiasko – Die ersten 100 Jahre der deutschen Science Fiction, war inBerlin.

Am 14. Juni um 19 Uhr hat der Autor in unserem Club Andymon in der Ernststraße 14-16 einen Vortrag über die frühe deutsche Science Fiction halten und sein Buch ausführlich vorstellen.

Am 15. Juni um 20 Uhr war Hans Frey in der Otherland-Buchhandlung zu Gast im Gespräch mit Hardy Kettlitz. Thema waren die Sachbücher von Hans Frey sein. Nicht nur Fortschritt und Fiasko, sondern auch seine SF Personality-Ausgaben über J. G.  Ballard, Alfred Bester und James Tiptree jr.

Unter anderem erzählte Hans Frey auch, woran er derzeit arbeitet. So wird es sicherlich einen weiteren Band zur Geschichte der deutschen Science Fiction geben, der chronologisch an Fortschritt und Fiasko anschließt.

Die Hugo Awards 2001 bis 2007

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Hugo3_3dIm Sommer 2018 erscheint der dritte und letzte Band der Buchreihe »Die Hugo Awards«. Vorab gab Hardy Kettlitz einen ersten Überblick zu den Hugo-Preisträgern der Jahre 2001 bis 2007, gab Lesetipps für Erzählungen und Romane und hatte jede Menge Anekdoten über Autoren und die Preisverleihungen. Und es ging nicht nur um berühmte Romane wie American Gods von Neil Gaiman, Jonathan Strange & Mr. Norrell von Susanna Clarke, Spin von Robert Charles Wilson oder Das Ende des Regenbogens von Vernor Vinge, sondern auch um viele interessante Kurzgeschichten, Sachbücher, Comics, Spielfilme, Fernsehserien und was die Science Fiction sonst noch zu bieten hat. Am 13. September geht es dann weiter mit den Hugo-Gewinnern ab 2008.

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